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Carl Friedrich Waitz (1774-1848),
ein Gelehrter aus der mitteldeutschen Residenzstadt Altenburg

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In der Zeit der Aufklärung erlebte die ostthüringische Residenzstadt Altenburg in allen Bereichen – in Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur gleichermaßen – eine bemerkenswerte Entwicklung. Diese setzte im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts ein und führte bis etwa 1830 zu einer wissenschaftlich –kulturellen Blüte der Stadt. Verbunden sind mit dieser Entwicklung mehrere Persönlichkeiten von nationalem Rang. Dazu gehört auch der in der Verwaltung des Herzogtums Sachsen-Altenburg tätig gewesene Jurist und Kameralist Carl Friedrich Waitz (1774-1848), der nahezu sein gesamtes Leben abseits der Wissenschaftszentren in der mitteldeutschen Residenzstadt Altenburg verbrachte. Er fand zu Lebzeiten als Botaniker (Spezialist der Gattungen Erica und Rosa) und als Pomologe internationale Beachtung. Die Bezeichnungen mehrerer Pflanzen gehen auf ihn zurück, andere erinnern an ihn (z.B. Rosa × acantha WAITZ bzw. Waitzia WENDL., Leptorhynchos waitzia SONDER, Rosa × waitziana TRATT.). Von seinen literarischen Aktivitäten zeugt sein zweibändiges Werk „Romanzen und Balladen der Deutschen“. Lokal trat er als Organisator naturwissenschaftlicher Aktivitäten in Erscheinung. Auf das gesellschaftliche Leben seiner Heimatstadt nahm er als führender Vertreter der Altenburger Freimaurerloge „Archimedes zu den drei Reissbretern“ sowie als Mitglied mehrerer naturwissenschaftlicher und literarisch-geselliger Vereine wesentlichen Einfluss. Im Interesse des Allgemeinwohls und aller Bürger initiierte er die Gründung einer Sparkasse. So trug Carl Friedrich Waitz auf vielfältige Weise dazu bei, dass die kleine thüringische Residenzstadt Altenburg kurzzeitig wissenschaftlich-kulturell aufblühen konnte. Die in Band 29 der Museumszeitschrift „Mauritiana“ veröffentlichte Abhandlung von Dr. Hartmut Baade skizziert Leben und Werk dieses für die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts typischen Bildungsbürgers.

Die Schwerpunkte der Erörterung finden ihren Niederschlag in der Gliederung:

1. Einleitung .
2. Biographischer Überblick.
3. Genealogische Beziehungen und soziale Aspekte zur Person von C. F. Waitz.
4. Waitz als Freimaurer .
5. Waitz als Literat.
6. Waitz als Botaniker und Pomologe.
6.1 Die Botanik im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert.
6.2 Waitz als Florist.
6.3 Waitz und die Pomologische Gesellschaft des Osterlandes(PGdO).
6.4 Waitz und die Botanische Gesellschaft zu Altenburg (BGA).
6.5 Waitz und die Naturforschende Gesellschaft des Osterlandes (NGdO).
6.6 Waitz als Taxonom.
6.7 Waitz als Lehrer für Botanik.
6.8 Waitz und die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ).
7. Waitz – ein zu Lebzeiten bekannter Botaniker.
8. Zum Nachlass von Waitz.
9. Abschließende Betrachtung.
10. Dank.
11. Quellen.
11.1. Archivdokumente.
11.2. Literatur.
11.3. Wikipedia
12. Glossar.
13. Personenregister .
14. Zeittafel zur Biographie von Carl Friedrich Waitz.

Besondere Aufmerksamkeit widmet der Autor Einflüssen benachbarter Universitäten auf die Entwicklung von Waitz und auf das wissenschaftlich-kulturelle Milieu der Stadt. Der Faktenreichtum spiegelt sich nicht nur im Text, sondern auch in 12 Tabellen und einem umfangreichen Personenregister wider. Der Gesamteindruck des Bandes wird durch 85 Abbildungen aufgewertet.

Mit dieser Abhandlung wird erstmals eine Biografie von Carl Friedrich Waitz vorgelegt, in der sowohl seine Veröffentlichungen als auch Dokumente aus dem Familienarchiv Waitz/Wagner (mit autobiografischen Aufzeichnungen, dem Stammbuch des Studenten Waitz und Briefen des Gelehrten an seine Frau) einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. Dieses Familienarchiv wurde dem Thüringischen Staatsarchiv Altenburg von Nachfahren von Waitz auf Empfehlung von H. Baade übergeben und ist jetzt öffentlich nutzbar.

Diese 312 Seiten umfassende Publikation können sie in unserem Museumsshop an der Kasse zu den regulären Öffnungszeiten zum Preis von 13 Euro erwerben oder per Email an info@mauritianum.de zuzüglich Versandkosten bestellen.

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