Jun
9
Fr
Zum Feierabend in die Heide – Wissenswertes über Zwergstrauchheiden.
Jun 9 um 17:00

Anlässlich des „Langen Tags der Natur in Thüringen“
führt eine kurze Wanderung zu Zwergstrauchheiden
in den Pöllwitzer Wald. Hier
leben zahlreiche wärme- und offenheitsliebende
Tier- und Pflanzenarten. Doch ihre Existenz
ist aufgrund zunehmender Verbuschung der
Flächen in Gefahr. Deshalb bemüht sich die
Naturforschende Gesellschaft Altenburg in Zusammenarbeit
mit der Naturerbe GmbH, einer
gemeinnützigen Tochtergesellschaft der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt (DBU) als Flächeneigentümer,
um den Erhalt der Heide. Bei der
Wanderung werden Tier- und Pflanzenarten des
Gebietes aber auch Möglichkeiten ihres Schutzes
vorgestellt.

Datum: 09. Juni 2017, 17:00 Uhr
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Treffpunkt: Wanderparkplatz Neuärgerniß
(07957 Langenwetzendorf)
Koordinaten: 50°39‘24.23“N, 12° 3‘9.48“E
Leitung: Dr. Elisabeth Endtmann (Naturkundemuseum
Mauritianum Altenburg)
Bitte mitbringen: festes Schuhwerk

Jun
10
Sa
Schmetterlingsexkursion – Tagfalter der Halbtrocken- und Trockenrasen – schön aber immer seltener.
Jun 10 um 13:30

Die Exkursion führt auf die blütenreichen Magerrasen
ins Jonastal bei Arnstadt. Hier erfahren
Sie Wissenswertes über den seltenen und bedrohten
Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas
aurinia) – einen der farbenprächtigsten Schmetterlinge
in der heimischen Falterfauna – und
wie wir ihn und seinen Lebensraum schützen
können.
Eine weitere Etappe führt uns zu den imposanten
Steilhängen vom „Bienstein“. Hier kommen
eine Vielzahl seltener Arten wie Quendel-Ameisenbläuling
(Maculinea arion) oder Segelfalter
(Iphiclides podalirius) sowie andere wärmeliebende
Insekten wie die Blau- und Rotflügelige
Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens & O.
germanica) vor. Sie alle brauchen strukturreiche
Offenlandlebensräume, die es durch Naturschutz
und Landschaftspflege zu erhalten gilt.

Datum: 10. Juni 2017, 13.30-15.30 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden plus ggf. Imbiss
Treffpunkt: Parkplatz an der Straße durch das
Jonastal von Arnstadt nach Crawinkel, Abzweig
nach Gossel
Koordinaten: 44°18‘172.8“N, 56°30‘133.5“E
Leitung: Prof. Dr. Stefan Brunzel (FH Erfurt)
und M. Sc. Alice Czarnowsky (NATURA 2000-Station
Gotha/Ilm-Kreis)

18. Altenburger Museumsnacht – 200 Jahre Naturforschung im Altenburger Land.
Jun 10 um 18:00

1817 wurde in Altenburg eine Gesellschaft
für Naturkunde gegründet, mit dem Ziel, die
Ergebnisse der Naturforschung zu verbreiten
und besonders die Naturkenntnis der Heimat zu
fördern. 200 Jahre sind seitdem ins Land gegangen,
ein eigenes Naturkundemuseum wurde
1908 errichtet. In den vergangenen 10 Jahren
entwickelte sich aus reiner Sammlungs- und
Forschungstätigkeit praktische Naturschutzarbeit.
Darüber informiert die aktuelle Sonderausstellung
des Museums: „Unterwegs in Sachen
Biodiversität“. Zusätzlich erwartet die Besucher
ein buntes Treiben im und vor dem Museum
sowie zahlreiche Mitmachangebote für Groß
und Klein!

Datum: 10. Juni 2017, 18:00 Uhr
Dauer: bis ca. 24:00 Uhr
Treffpunkt: Naturkundemuseum Mauritianum
Altenburg, Parkstraße 1, 04600 Altenburg
Koordinaten: 50°59‘31.10“N, 12°26‘47.10“E
Leitung: Naturkundemuseum Mauritianum
Altenburg
Eintritt: Erwachsene zahlen 8,00 € Eintritt, für
Kinder bis 18 Jahre ist der Eintritt frei. Der Eintrittspreis
berechtigt gleichfalls zur Teilnahme
an den Abend-Veranstaltungen der weiteren
Museen Altenburgs.
Hinweis: Essen und Getränke werden angeboten!

Jun
17
Sa
Im Land der tausen Teiche – Auf Entdeckungstour im FFH- und Vogelschutzgebiet „Dreba-Plothener Teichgebiet“
Jun 17 um 10:00

Gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde
des Saale-Orla-Kreises und dem Fischereibetrieb
Milkau laden wir Sie herzlich zu einer etwa
2-3 stündigen Entdeckungsreise rund um den
Lebensraum Wasser in das Plothener Teichgebiet
ein.
Den Teilnehmern bietet sich dabei nicht nur
die Gelegenheit, die Pflanzen und Tierwelt des
Teichgebietes kennen zu lernen, sondern auch
allerlei Wissenswertes aus den Bereichen Naturschutz,
Landschaftspflege und Teichwirtschaft
zu erfahren.

Datum: 17. Juni 2017, 10:00 Uhr
Dauer: 2-3 Stunden
Treffpunkt: Parkplatz zwischen Semmlergruppenteich
und Neuer Teich auf der rechten Straßenseite,
nahe der Verbindungsstraße zwischen
den Ortslagen Plothen und Dreba.
Koordinaten: 50°38‘46.2“N, 11°45‘53.7“E
Leitung: Frank Radon, Fachdienst Umwelt,
Untere Naturschutzbehörde Saale-Orla-Kreis;
Werner Milkau, Fischereibetrieb Milkau; Dr. Alexander
Borowski, Natura 2000-Station „Auen,
Moore, Feuchtgebiete“
Hinweis: Fernglas, festes Schuhwerk, eigene
Getränke („Nichts ist schlimmer als am Wasser
zu sein und Durst zu haben.“)

Streuobstwiesen, Magerrasen und Juchtenkäfer – Lebensräume in Jena.
Jun 17 um 13:30

Zur Exkursion starten wir in Jena-Zwätzen,
gehen über den Heiligenberg durch verschiedene
Lebensräume und kommen nach etwa vier
Stunden wieder zurück. Wir schauen uns auf
dem Weg die Gärten an, kommen durch eine
Kopfbaum-Allee und genießen den Blick über
das nördliche Jena. Im weiteren Verlauf werden
wir uns in den dortigen Magerrasen und Streuobstwiesen
umsehen, die dort lebende Insekten
aufspüren und im Anschluss versuchen diese
näher zu bestimmen. Wir finden Erkennungsmerkmale
der verschiedenen Arten und erfahren
Spannendes zu ihrer Lebensweise. Nach ca.
3000 m und etwa 150 Höhenmetern werden wir
wieder am Ausgangspunkt zurück sein. Sammel-
Utensilien und Naturführer können mitgebracht
werden.

Datum: 17. Juni 2017
Dauer: 4 Stunden
Treffpunkt: Jena Zwätzen, Endhaltestelle Straßenbahn
(Zwätzen Schleife, Jena, Naumburger
Straße 147
Koordinaten: 50°57‘32.4“N, 11°37‘04.1“E
Leitung: Frank Creutzburg

Jul
15
Sa
Mit Kescher und Becherlupe – Familienexkursion auf den Wiesenknopf-Flächen am Wasserwerk in Merlach.
Jul 15 um 10:00

Wir laden große Naturfreunde und kleine Forscher
ein, mit uns die vielfältige Insektenwelt
auf den Wiesen in der Pleißeaue bei Merlach zu
entdecken. Warum sind gerade diese Flächen
so besonders artenreich? Entdecken wir vielleicht
sogar ein paar besonders seltene Arten?
Was kann jeder von uns für mehr Artenvielfalt
im eigenen Umfeld tun? Die Antworten auf
diese Fragen finden die jungen Teilnehmer bei
lustigen Spielen und einem kleinen Picknick.
Mit Becherlupen und Kescher gehen wir auf
Entdeckertour über die Wiesen, auf denen die
Skudden, eine alte Haustierrasse, als „Rasenmäher
arbeiten“. Hier wollen wir das Leben auf
der Auewiese erkunden und auf eine besondere
heimische Wildpflanzenart aufmerksam machen:
den Großen Wiesenknopf.

Datum: 15. Juli 2017, 10:00 Uhr
Dauer: 2 Stunden
Treffpunkt: 04639 Ponitz, Merlach Am Wasserwerk
Koordinaten: 50°52’20.74‘‘ N, 12°25’30.81‘‘ E
Leitung: Franziska Hermsdorf, NABU-Stiftung

Aug
26
Sa
Hoffnung für die Heide im Pöllwitzer Wald? – Möglichkeiten zum Schutz der Zwergstrauchheiden.
Aug 26 um 10:00

Die kurze Wanderung führt zur Heideblüte in
den Pöllwitzer Wald. Dort entwickelten sich
seit den 1960er Jahren Zwergstrauchheiden. In
ihnen wachsen neben Heidekraut, Heidel- und
Preiselbeeren auch verschiedene Bärlapp-Arten.
Kreuzottern fühlen sich dort wohl und auch
Heidelerchen brüten hier. Doch aufwachsende
Gehölze verdrängen in immer stärkerem Maße
die offenheits- und wärmeliebenden Pflanzenund
Tierarten. Der Fortbestand des einzigartigen
Lebensraums ist in Gefahr. Seit Mai 2016
bemüht sich die Naturforschende Gesellschaft
in Zusammenarbeit mit der Naturerbe GmbH,
einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft der
Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) als Flächeneigentümer,
um den Erhalt der Heide. Bei
der Wanderung wird der Besucher über erste
Ergebnisse informiert.

Datum: 26. August 2017, 10:00 Uhr
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Treffpunkt: Waldschranke Wellsdorf (07957
Langenwetzendorf)
Koordinaten: 50°37‘45.38“N, 12° 5‘27.85“E
Leitung: Dr. Elisabeth Endtmann (Naturkundemuseum
Mauritianum Altenburg)
Bitte mitbringen: festes Schuhwerk

Sep
2
Sa
Neue Nischen für Ziegenmelker und Auerhuhn – Schaffung von wertvollen Lebensräumen durch Beweidung im Waldgebiet Uhlstädter Heide.
Sep 2 um 09:30

Die Uhlstädter Heide ist ein Waldgebiet mit ausgedehnten
Heidelbeerbeständen. Die typische
Bodenvegetation im Vogelschutzgebiet ist von
sich stark ausbreitendem Landreitgras bedroht.
Die Heidelbeerbestände, wichtige Nahrungsquelle
des Auerhuhns, drohen zu verschwinden.
Thüringenforst und Naturforschende Gesellschaft
wollen eine Fläche von ca. 600 ha Wirtschaftswald
mit ursprünglichen Rinder- und
Pferderassen beweiden, um das Gras zurückzudrängen
– ein Pilotprojekt, welches in Mitteleuropa
seinesgleichen sucht. Die Auflichtung
des Unterholzes soll nicht nur Licht für die
Heidelbeerbestände bieten, sondern auch den
Lebensraum des Ziegenmelkers, einer nachtaktiven
Vogelart, verbessern. Diese profitiert von
den Mistkäfern, die sich im Kot der Rinder und
Pferde entwickeln.

Datum: 02. September 2017, 09:30 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Treffpunkt: Herschdorf Bushaltestelle, 07387
Krölpa
Koordinaten: 50°42‘42.7“N, 11°32‘20.1“E
Leitung: Dirk Hofmann, Natura-2000 Station
Obere Saale, Luise Stephani, Auerhuhnprojekt
Thüringenforst; Dr. Siegfried Klaus, Auerhuhnund
Waldexperte des NABU Thüringen
Bitte mitbringen: festes Schuhwerk

Natur und Rad – Bahnlinie als grünes Band und (künftiger) Rad- und Wanderweg.
Sep 2 um 10:00

Die Route folgt der ehemaligen Bahnlinie
Altenburg-Narsdorf (1901 eröffnet, 1995 stillgelegt)
durch hügeliges Gelände bis Niedersteinbach.
Der Bahndamm selbst stellt heute
einen selten gewordenen Lebensraum für viele
Arten dar und wurde aus diesem Grund durch
die NABU Stiftung Nationales Naturerbe durch
Kauf gesichert. Als „grünes Band“ verbindet er
wertvolle Biotope und Naturschutzflächen. Die
Strecke beeindruckt vor allem durch ihre denkmalgeschützten
Bogenbrücken (Viadukte). Die
Rückfahrt führt durch den Leinawald und ist bis
auf einen letzten Anstieg vor Altenburg nahezu
eben. Es wird weitgehend auf wenig befahrenen
Straßen bzw. Wegen mit guter Oberfläche
gefahren. Die Straßen sind größtenteils asphaltiert,
kürzere Streckenabschnitte haben eine
schlechte Oberfläche.

Datum: 02. September 2017, 10:00 Uhr
Dauer: 4-5 Stunden
Treffpunkt: Bahnhof Altenburg, Wettiner Str.
15, 04600 Altenburg
Koordinaten: 50°59‘48.6“N, 12°26‘38.0“E
Leitung: Uwe Andersch, NABU Altenburger
Land und ADFC Thüringen e.V.
Bitte mitbringen: Picknick
Sonstiges: für Familien mit Kindern geeignet,
die sich die Entfernung zutrauen.
Länge ca. 40 km
Anmeldung erwünscht, Tel.: 0173-7934191

Sep
9
Sa
Der Eremit in der Streuobstwiese – Gemeinsames Pflanzen von Zukunftsbäumen.
Sep 9 um 10:00

Der Eremit, auch Juchtenkäfer genannt, ist
tatsächlich ein wahrer Einsiedler. Er lebt in
alten, hohlen Bäumen. Zu finden ist er sowohl
in lichten Wäldern als auch in einzeln stehenden
Bäumen, z.B. in Streuobstwiesen oder
Baumreihen. Doch seine Existenz ist in Gefahr.
Zukunftsbäume fehlen! Deshalb wollen wir auf
einer vom NABU Altenburger Land betreuten
Streuobstwiese im Köthelgrund bei Schmölln
neue Apfel- und Birnenbäume als Zukunftsbäume
für den Juchtenkäfer pflanzen. Gleichzeitig
wird damit der Fortbestand der Streuobstwiese
gesichert. Wir erfahren Wissenswertes über den
Käfer, welche anderen Tierarten in Streuobstwiesen
leben und warum ihr Fortbestand so
wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt ist.

Datum: 09. September 2017, 10:00 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Treffpunkt: Köthelgrund bei Schmölln, am letzten
Haus in der Bachaue
Koordinaten: 50°53‘41.62“N, 12°22‘36.29“E
Leitung: Cordula Winter (Naturkundemuseum
Mauritianum Altenburg)