Aug
26
Sa
Hoffnung für die Heide im Pöllwitzer Wald? – Möglichkeiten zum Schutz der Zwergstrauchheiden.
Aug 26 um 10:00

Die kurze Wanderung führt zur Heideblüte in
den Pöllwitzer Wald. Dort entwickelten sich
seit den 1960er Jahren Zwergstrauchheiden. In
ihnen wachsen neben Heidekraut, Heidel- und
Preiselbeeren auch verschiedene Bärlapp-Arten.
Kreuzottern fühlen sich dort wohl und auch
Heidelerchen brüten hier. Doch aufwachsende
Gehölze verdrängen in immer stärkerem Maße
die offenheits- und wärmeliebenden Pflanzenund
Tierarten. Der Fortbestand des einzigartigen
Lebensraums ist in Gefahr. Seit Mai 2016
bemüht sich die Naturforschende Gesellschaft
in Zusammenarbeit mit der Naturerbe GmbH,
einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft der
Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) als Flächeneigentümer,
um den Erhalt der Heide. Bei
der Wanderung wird der Besucher über erste
Ergebnisse informiert.

Datum: 26. August 2017, 10:00 Uhr
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Treffpunkt: Waldschranke Wellsdorf (07957
Langenwetzendorf)
Koordinaten: 50°37‘45.38“N, 12° 5‘27.85“E
Leitung: Dr. Elisabeth Endtmann (Naturkundemuseum
Mauritianum Altenburg)
Bitte mitbringen: festes Schuhwerk

Sep
2
Sa
Neue Nischen für Ziegenmelker und Auerhuhn – Schaffung von wertvollen Lebensräumen durch Beweidung im Waldgebiet Uhlstädter Heide.
Sep 2 um 09:30

Die Uhlstädter Heide ist ein Waldgebiet mit ausgedehnten
Heidelbeerbeständen. Die typische
Bodenvegetation im Vogelschutzgebiet ist von
sich stark ausbreitendem Landreitgras bedroht.
Die Heidelbeerbestände, wichtige Nahrungsquelle
des Auerhuhns, drohen zu verschwinden.
Thüringenforst und Naturforschende Gesellschaft
wollen eine Fläche von ca. 600 ha Wirtschaftswald
mit ursprünglichen Rinder- und
Pferderassen beweiden, um das Gras zurückzudrängen
– ein Pilotprojekt, welches in Mitteleuropa
seinesgleichen sucht. Die Auflichtung
des Unterholzes soll nicht nur Licht für die
Heidelbeerbestände bieten, sondern auch den
Lebensraum des Ziegenmelkers, einer nachtaktiven
Vogelart, verbessern. Diese profitiert von
den Mistkäfern, die sich im Kot der Rinder und
Pferde entwickeln.

Datum: 02. September 2017, 09:30 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Treffpunkt: Herschdorf Bushaltestelle, 07387
Krölpa
Koordinaten: 50°42‘42.7“N, 11°32‘20.1“E
Leitung: Dirk Hofmann, Natura-2000 Station
Obere Saale, Luise Stephani, Auerhuhnprojekt
Thüringenforst; Dr. Siegfried Klaus, Auerhuhnund
Waldexperte des NABU Thüringen
Bitte mitbringen: festes Schuhwerk

Natur und Rad – Bahnlinie als grünes Band und (künftiger) Rad- und Wanderweg.
Sep 2 um 10:00

Die Route folgt der ehemaligen Bahnlinie
Altenburg-Narsdorf (1901 eröffnet, 1995 stillgelegt)
durch hügeliges Gelände bis Niedersteinbach.
Der Bahndamm selbst stellt heute
einen selten gewordenen Lebensraum für viele
Arten dar und wurde aus diesem Grund durch
die NABU Stiftung Nationales Naturerbe durch
Kauf gesichert. Als „grünes Band“ verbindet er
wertvolle Biotope und Naturschutzflächen. Die
Strecke beeindruckt vor allem durch ihre denkmalgeschützten
Bogenbrücken (Viadukte). Die
Rückfahrt führt durch den Leinawald und ist bis
auf einen letzten Anstieg vor Altenburg nahezu
eben. Es wird weitgehend auf wenig befahrenen
Straßen bzw. Wegen mit guter Oberfläche
gefahren. Die Straßen sind größtenteils asphaltiert,
kürzere Streckenabschnitte haben eine
schlechte Oberfläche.

Datum: 02. September 2017, 10:00 Uhr
Dauer: 4-5 Stunden
Treffpunkt: Bahnhof Altenburg, Wettiner Str.
15, 04600 Altenburg
Koordinaten: 50°59‘48.6“N, 12°26‘38.0“E
Leitung: Uwe Andersch, NABU Altenburger
Land und ADFC Thüringen e.V.
Bitte mitbringen: Picknick
Sonstiges: für Familien mit Kindern geeignet,
die sich die Entfernung zutrauen.
Länge ca. 40 km
Anmeldung erwünscht, Tel.: 0173-7934191

Sep
9
Sa
Der Eremit in der Streuobstwiese – Gemeinsames Pflanzen von Zukunftsbäumen.
Sep 9 um 10:00

Der Eremit, auch Juchtenkäfer genannt, ist
tatsächlich ein wahrer Einsiedler. Er lebt in
alten, hohlen Bäumen. Zu finden ist er sowohl
in lichten Wäldern als auch in einzeln stehenden
Bäumen, z.B. in Streuobstwiesen oder
Baumreihen. Doch seine Existenz ist in Gefahr.
Zukunftsbäume fehlen! Deshalb wollen wir auf
einer vom NABU Altenburger Land betreuten
Streuobstwiese im Köthelgrund bei Schmölln
neue Apfel- und Birnenbäume als Zukunftsbäume
für den Juchtenkäfer pflanzen. Gleichzeitig
wird damit der Fortbestand der Streuobstwiese
gesichert. Wir erfahren Wissenswertes über den
Käfer, welche anderen Tierarten in Streuobstwiesen
leben und warum ihr Fortbestand so
wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt ist.

Datum: 09. September 2017, 10:00 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Treffpunkt: Köthelgrund bei Schmölln, am letzten
Haus in der Bachaue
Koordinaten: 50°53‘41.62“N, 12°22‘36.29“E
Leitung: Cordula Winter (Naturkundemuseum
Mauritianum Altenburg)

Sep
24
So
Die Vielfalt der Streuobstwiese entdecken! – Ein Erlebnis für Groß und Klein an der Hellwiese in Altenburg.
Sep 24 um 14:30

Granny Smith, Golden Delicious und Pink Lady
kennt wohl jeder aus dem Supermarkt. Doch
wissen Sie auch wie Minister Hammerstein,
Schöner von Nordhausen oder Zuccalmaglios
Renette schmecken? Probieren Sie es aus! Bei
einer Verkostung verschiedener Apfel- und Birnensorten
werden Sie sicher auf den Geschmack
der alten, oft nur lokal verbreiteten Obstsorten
kommen. Erfahren Sie außerdem, welche Schätze
Streuobstwiesen noch beheimaten. Welche
Tierarten leben dort? Wo genau kann man sie
finden? Warum sind knorrigen Obstbäume zum
langfristigen Erhalt der Artenvielfalt so wichtig?
Nach der Veranstaltung bietet sich ein Spaziergang
an der Blauen Flut entlang der sogenannten
Hellwiese, einer naturgeschützten
Schilf- und Feuchtwiesenlandschaft, vorbei am
Märchenbrunnen zum Großen Teich an.

Datum: 24. September 2017, 14:30 Uhr
Dauer: 2 Stunden
Treffpunkt: Streuobstwiese am Südbad Altenburg,
Hellwiese, 04600 Altenburg
Koordinaten: 50°58‘41.45“N, 12°25‘45.87“E
Leitung: Cordula Winter (Naturkundemuseum
Mauritianum Altenburg)

Okt
21
Sa
Auf den Spuren des Bibers – Exkursion entlang der Saale bei Orlamünde.
Okt 21 um 10:00

Der Europäische Biber ist seit 10 Jahren wieder
dauerhaft in Thüringen heimisch geworden.
Besonders an der Saale, aber auch an kleineren
Nebengewässern wie z.B. der Orla breitet er sich
aktuell aus und hinterlässt beeindruckende Spuren.
Wer den großen Nager und seine Spuren
in der Landschaft erleben möchte, den lädt die
Naturforschende Gesellschaft Altenburg und der
NABU Thüringen herzlich zu einer Biberexkursion
nach Orlamünde ein. Gemeinsam erleben wir
zahlreiche Biberspuren, wie benagte Bäume und
Äste, Ausstiege sowie Fraßplätze des Bibers.
Während der Exkursion gibt es zudem Informationen
zu den Aktivitäten des Nagers am Fluss,
der Besiedlung und Populationsentwicklung. Es
werden Maßnahmen erläutert, die ein konfliktarmes
Nebeneinander von Mensch und Biber
gewährleisten und die den Biberlebensraum
verbessern. Im Anschluss besteht die Möglichkeit
zur gemeinsamen Diskussion am Bootshaus.

Datum: 21. Oktober 2017, 10:00 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden plus ggf. Imbiss
Treffpunkt: Bootshaus des Kanuanbieters
„Abenteuer in Thüringen“, Am Sportplatz 1,
07768 Orlamünde
Koordinaten: 50°48‘16.5“N, 11°35‘35.9“E
Leitung: Marcus Orlamünder, NABU Thüringen
Bitte mitbringen: wetterfeste Kleidung und
festes Schuhwerk, Fernglas
Sonstiges: Besondere Wünsche, wie Verpflegung
oder Übernachtung am Bootshaus, sind
auf Anfrage möglich (Telefonnr. 03447-582264)