Den großen Grasern auf der Spur

Exkursion zum Beweidungsprojekt in der Bergbaufolgelandschaft am mitteldeutschen Dreiländereck

Exmoor-Ponys und Taurusrinder

Die junge Folgelandschaft des Braunkohleabbaus in der Nordregion des Altenburger Landes beherbergt eine beachtliche Anzahl wertvoller Gewässer- und Offenlandarten, die ihren Verbreitungsschwerpunkt in Thüringen in diesen Gebieten haben bzw. nur dort vorkommen. Es sind die großflächigen Sonderbiotope wie offene Böden und Sand-Trockenrasen sowie Rest- und Kleingewässer mit ausgedehnten Schilfbeständen und Sumpfzonen, die diesen seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Lebensräume bieten. Doch gerade diese Flächen unterliegen einer rasanten Sukzession, so dass Birkenaufwuchs und die Entwicklung dichter Altschilfbestände den Naturschutzwert dieser Flächen herabsetzen und die Habitate der vom Aussterben bedrohten Arten verloren gehen. Um diesen Prozess aufzuhalten wurde in Projekten eine Weidelandschaft im Tagebaurestloch und Naturschutzgebiet „Phönix Nord“ bei Falkenhain initiiert. Seit wenigen Jahren leben hier wilde Wasserbüffel, Taurusrinder und Exmoor-Ponys. Dort gestalten sie durch ihr Fress- und Bewegungsverhalten vielfältige Lebensräume. Mit Informationen zum Gebiet und Projekt begeben wir uns am 12. Juni 2022 in dem anderthalb Quadratkilometer großen Naturschutzgebiet auf die Suche nach den wilden Weidetieren.

– Treffpunkt: 12. Juni 2022, 11 Uhr in Falkenhain, Kreuzung Friedrich-Engels-Straße und Gartenstraße (am alten Rittergut)

– Dauer: etwa 1,5 bis 2,5 Stunden

– Leitung: Simon Rockstroh (Naturforschende Gesellschaft Altenburg)

– festes Schuhwerk wird empfohlen