Vortrag

04.04.2017 – 18.00 – Eröffnung der Kabinett-Ausstellung „Achat, Quarz, Turmalin….. – Minerale aus aller Welt. Sammler des Arbeitskreises Mineralogie Altenburg stellen sich vor“

Am 04. April. 2017 um 18.00 Uhr lädt das Naturkundemuseum Mauritianum zur Eröffnung der Kabinett-Ausstellung „Achat, Quarz, Turmalin….. – Minerale aus aller Welt. Sammler des Arbeitskreises Mineralogie Altenburg stellen sich vor.“ einschließlich eines mineralogischen Vortrages ein.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung spricht Frank Hrouda vom Museum für Naturkunde Gera in seinem reich bebilderten Vortrag zum Thema „Pseudomorphosen – Die Lügner unter den Mineralien“. Schon jedem Mineraliensammler ist es einmal passiert, dass er in seiner Sammlung eine Mineralstufe vorgefunden hat, bei der nichts zusammen passt. Die Kristallform, die ein bestimmtes Mineral vermuten lässt, passt überhaupt nicht zur Härte, usw.

Minerale entstehen bei sehr unterschiedlichen, aber genau definierten Druck- und Temperaturbedingungen. Ändern sich diese Bedingungen, so verändern sich unter Umständen auch die zuvor gebildeten Minerale. Manchmal behalten sie ihre ursprüngliche Form bei. Das neu entstandene Mineral füllt den Raum (Kristall) des erst gebildeten Minerals aus und liegt nun in der Kristallform des nicht mehr existierenden Minerals vor. Genau dann liegt eine Pseudomorphose – eine „Lügengestalt“ – vor, etwas ganz Besonderes.

Im Vortrag wird eine ganze Reihe bekannter und „exotischer“ Pseudomorphosen von nationalen und internationalen Fundstellen vorgestellt. Außerdem wird versucht, die verschiedenen Typen von Pseudomorphosen anhand von Beispielen voneinander abzugrenzen.

Die Veranstaltung mit anschließendem Vortrag beginnt um 18.00 Uhr im Vortragsraum des Mauritianums. Interessierte sind herzlichst dazu eingeladen.

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Antimonit pseudomorph ersetzt durch Stibiconit,

19 x 10 cm, Fundort: San José Mine, Wadley,

Bundesstaat San Luis Potosi, Mexiko.

Foto: Frank Hrouda

21.02.2017 – 18 Uhr Vortrag Hans-Georg Fröber (Gera): Das Gold des Thüringer Schiefergebirges

Am 21. Februar 2017 um 18.00 Uhr lädt das Naturkundemuseum Mauritianum zum Vortrag „Das Gold des Thüringer Schiefergebirges“  von Herrn Hans-Georg Fröber (Gera) ein. Gold – das Metall der Metalle – glänzend wie die Sonne, leicht zu bearbeiten, sehr schwer und selten zu finden, ist schon immer ein Objekt der Begierde gewesen. Heute erleben wir in den Medien und Börsen der Welt einen ungeahnten Höhenflug des Goldes. Auch in Deutschland gehen viele Hobby-Goldsucher auf die Jagd nach dem glänzenden Metall und nach vermeintlich schnellem Reichtum. Gold als Wertanlage, Münz- und Schmuckmetall steht hoch im Kurs.

Im Mittelalter war das anders. Gold gehörte der Herrschaft und symbolisierte Macht und Stellung in der Gesellschaft. Als im 15./16. Jh. verstärkt Metalle gebraucht wurden, standen bei den damaligen Prospektoren (Rutengänger) die Edelmetalle im besonderen Fokus. Der Bergbau auf Gold und Silber ging auch im Thüringer Schiefergebirge an zahlreichen Plätzen um. In Bächen wurde das Gold aus den Sedimenten gewaschen und Bergleute trieben auf der Suche nach dem glänzenden Metall unermüdlich Stollen ins Gebirge. Namen von Orten, Bergen, Bächen und Fluren, wie Reichmannsdorf, Goldisthal, Goldberg oder Reichenbach zeugen heute noch von dieser regen Bergbautätigkeit.

Der Vortrag gibt einen geschichtlichen Abriss zur Goldsuche im Thüringer Schiefergebirge. Zwei Fundgebiete werden aus historischer und aktueller Sicht näher vorgestellt. Persönliche Erlebnisse und Erfahrungen bei der Goldsuche fließen in die Präsentation ein. Historische Fakten und Zahlen zu Goldausbeute/Gewinnung werden heutigen Fundmöglichkeiten gegenübergestellt und gewertet.

Der Vortrag beginnt um 18.00 Uhr im Vortragsraum des Mauritianums. Interessierte sind herzlich dazu eingeladen.

Die Veranstaltungsgebühr beträgt 3 Euro/Person.

Anwaschen an der Katze

 

 

 

 

 

 

Goldwaschtag an der „Katze“ bei Katzhütte,
ein Goldwäscher bei der Sedimententnahme aus dem Fluss.

24.01.2017 – 18 Uhr – Vortrag Gerhard Rüdiger (Adelaide/Australien): Zwischen Altenburg und Adelaide – Missionar Gottlob Teichelmann als Mittler zwischen Welten

Zur Finissage der Sonderausstellung „Altenburg – Australien  – Altenburg: Eine Sammlung gegen das Vergessen oder Wie Vogelpräparat Nr. 984 eine Sprache rettete“ hat sich das Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg für den 24. Januar einen besonderen, von weit angereisten Gast als Referenten eingeladen. Gerhard Rüdiger, in Adelaide (Australien) wohnhaft, ist seit einigen Jahren auf den Spuren der ersten deutschen Missionare in Süd-Australien – Christian Teichelmann und Clamor Schürmann – unterwegs und konnte in deutschen und australischen Archiven viele interessante Fakten über ihr Leben und Wirken in Adelaide „ausgraben“. Chr. Teichelmann und C. Schürmann, an der Dresdner Missionschule ausgebildet, wurden 1838 in der Altenburger Bartholomäikirche examiniert und ordiniert, nachdem es ihnen in Dresden verwehrt wurde. Aus Dankbarkeit schickten sie für die Sammlung der Naturforschenden Gesellschaft in Altenburg zahlreiche australische Vogelpräparate und ethnografische Gegenstände, die in der Sonderausstellung zu sehen sind. 15 Jahre lang lebten, lehrten und lernten beide in Südaustralien gemeinsam mit den Aborigines. Unermüdlich, selbstlos und mutig versuchten die Dresdner Missionare, Unrecht gegenüber den Ureinwohnern abzuwenden oder abzumildern, ihre Sprache zu erhalten und ihnen Land zu reservieren. Obwohl die Mission letztendlich scheiterte, sind ihre Verdienste um die Erhaltung der Sprache der Ureinwohner heute von großer Bedeutung. Dank ihrer umfangreichen Sprachaufzeichnungen und Wörterbücher, die damals große Anerkennung bei dem aus Altenburg stammenden Sprachwissenschaftler Hans Conon von der Gabelentz erfuhr,  ist es heute möglich, die bereits ausgestorbene Sprache der Aborigines wieder aufleben zu lassen und zu unterrichten.

In seinem Vortrag „Zwischen Altenburg und Adelaide“ – Missionar Gottlob Teichelmann als Mittler zwischen Welten“ beleuchtet der Referent unter anderem die Zustände, die die Missionare im gerade erst gegründeten Adelaide bei Ihrer Ankunft vorfanden, von ihrem Alltag mit den Aborigines, von den Schwierigkeiten bei der Anfertigung der von Altenburg gewünschten Vogelpräparate oder von ihren Sprachaufzeichnungen der Aborigines. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr.

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13.12.2016 – 18 Uhr – Vortrag: Unterwegs in den kargen Steppen des Altai – eine Forschungsreise des Mauritianums 2015

Am 13.12.2016 lädt das Naturkundliche Museum Mauritianum Altenburg um 18.00 Uhr Interessierte zu einer Fotoreise in die russische Republik Altai ein. Acht Naturwissenschaftler, darunter Geologen, Geographen, Botaniker und Zoologen, sowie ein Ethnologe brachen im Juli 2015 zu einer Forschungsreise auf. Mit dem Flugzeug ging es zunächst nach Novosibirsk, dann mit dem Auto entlang des Tschuski Trakt, der ehemaligen nördlichen Seidenstraße, bis fast an die Grenze zur Mongolei. Im Mittelpunkt ihres Aufenthaltes standen die kargen, aber dennoch faszinierenden Landschaften der Kurai- und der Tschuja-Steppe sowie der sie umgebenden Bergketten. Das Gebiet ist auch heute nur sehr dünn besiedelt. Die Menschen leben dort überwiegend von der Viehzucht, teils noch immer als Nomaden. Der reich bebilderte Vortrag wird ihren Lebensalltag sowie die durch die Extreme des stark kontinental geprägten Klimas geprägten Besonderheiten der Tier- und Pflanzenwelt des Gebietes vorstellen.

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29.11.2016 – 18 Uhr – Vortrag Kathrin Worschech (Mauritianum): Zurück auf leisen Pfoten – Wie stehen die Chancen für den Luchs in Thüringen?

Erst der Wolf – und nun auch noch der Luchs in Thüringens Landschaft?

Fast zeitgleich mit dem Auftauchen einer Wölfin auf dem Thüringischen Truppenübungsplatz bei Ohrdruf kehrte ein weiterer Großsäuger in unsere Wälder zurück, der scheue Eurasische Luchs. Drohen nun mit seinem Auftauchen, ähnlich wie beim Wolf, neue Konflikte mit Tierhaltern, Jägern oder Bürgern? In ihrem einstündigen Vortrag „Zurück auf leisen Pfoten – Wie stehen die Chancen für den Luchs in Thüringen?“ informiert Kathrin Worschech (Mauritianum Altenburg) am Dienstag, den 29. November um 18 Uhr im Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg über die aktuelle Situation des Luchses in Thüringen. Interessante Fragen, wie z. B.: Wo und wie viele Luchse haben sich in Thüringen angesiedelt? – Von wo wandern Luchse nach Thüringen ein? Sind es nur „Durchzügler“ oder pflanzen sie sich bereits in unseren Wäldern fort? – Gab es bereits Konflikte mit Schafhaltern und Jägern? – stehen im Mittelpunkt des reich bebilderten Vortrages. Interessenten sind herzlich eingeladen.

Noch im 17. Jahrhundert war der Luchs im Thüringer Wald nicht selten. Doch aufgrund seines attraktiven Fells und seiner gelegentlichen Übergriffe auf Nutzvieh gelangte er ziemlich bald ganz oben auf die Abschusslisten. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde die scheue Großkatze gnadenlos gejagt und schließlich ausgerottet. 1819 wurde in Thüringen der letzte Luchs im thüringischen Landkreis Gotha bei Luisenthal geschossen.

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Foto: S. Tamas/Tierpark Thale im Harz

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