Vortrag

17.10.2017 – 18 Uhr – Vortrag Dr. Bernd Ihl (Halle): „Wir haben sie zum Fressen gern – Pflanzen als Grundlage unserer Ernährung“

Am 17. Oktober um 18 Uhr hält Dr. Bernd Ihl, Martin-Luther-Universität Halle, im Mauritianum einen Vortrag zum oben genannten Thema. Pflanzen bilden in vielfacher Hinsicht die Grundlage unserer Ernährung, und das nicht nur in ihrer Eigenschaft als direkte Energieträger, sondern ebenso als Energiequelle für unsere Nutztiere, als wichtige Quelle für Mineralstoffe und Vitamine, als Ballaststoffe, als Genuss- und Gewürzmittel sowie als Wirkstoffe.

Wir Menschen brauchen  Pflanzen also in mehrfacher Hinsicht existentiell zum Überleben – umgekehrt gilt das so nicht. Erst die Domestikation von Pflanzen in der Jungsteinzeit schuf die Grundlage für eine beginnende Sesshaftigkeit des Menschen und die damit verbundene  Beschleunigung und Veränderung der menschlichen Gesellschaft in einem bis dato unbekannten Ausmaß. Von der unterschiedlichen Verfügbarkeit pflanzlicher Produkte wurden und werden gesellschaftliche Entwicklungen  daher entscheidend geprägt.

In dem Vortrag werden die wichtigsten Pflanzen in diesem Kontext kurz vorgestellt, vor allem hinsichtlich ihrer ursprünglichen Heimat und ihrer gegenwärtigen Bedeutung.

Bild vertumnis

Guiseppe Arcimboldo, 1591

Vertumnus (Kaiser Rudolf II.)

19.10.2017 – 19 Uhr – Vortrag Günter Vorsatz : „Bienengesundheit und Völkersterben“

Der „Altenburger Bienenzüchterverein 1853“ lädt am 19. Oktober zum Vortrag „Bienengesundheit und Völkersterben“ in das Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg ein. Der Referent Günter Vorsatz vom Landesverband Thüringer Imker wird über die Ursachen der dramatischen „Bienenvölkerverluste“ in Deutschland informieren und die Möglichkeiten des Imkers aufzeigen, dem entgegenzusteuern. In diesem Zusammenhang legt er Erkenntnisse und Rückschlüsse aus der Langzeitstudie „Deutsches Bienen-Monitoring“ dar, in dem der Referent seit 14 Jahren mitarbeitet. Verantwortlich für die  Völkerverluste im Winter ist die ca. 1,5 Millimeter große Varroa-Milbe (lateinisch Varroa destructor – die zerstörerische Milbe), die sich in der verdeckelten Brut im Bienenstock entwickelt und vermehrt und als Parasit auf Honigbienen lebt. In den 1970er Jahren wurde dieser Bienenparasit erstmals in Deutschland festgestellt, der vermutlich durch den Import von Bienenvölkern nach Europa gelangte. Seine schnelle Ausbreitung wird durch den Standortwechsel der Völker und den internationalen Handel mit Königinnen und Bienenvölkern begünstigt.

Der Vortrag beginnt um 19 Uhr.

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Bienen am Einflugloch des Bienenstocks

26.09.2017 – 18 Uhr – Vortrag Dr. Ludwig Senf (Gera): „Gips und Anhydrit – Minerale mit großer Formenvielfalt, landschaftsprägenden Eigenschaften und umfangreichen Verwendungen“

Am Dienstag, 26.September 2017, lädt das Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg um 18.00 Uhr zu einem mineralogischen Vortrag ein. Dr. Ludwig Senf, Mitglied des Vereins Geraer Mineralien- und Fossilienfreunde, stellt die Minerale Gips und Anhydrit mit ihrer beeindruckenden Formenvielfalt, ihren vielseitigen Anwendungen in Industrie, Technik, Haushalt und Kunst sowie ihren landschaftsprägenden Eigenschaften vor. Gips und Anhydrit  zählen zu den am häufigsten vorkommenden  Mineralen der Erde. Viele kennen sicherlich die Gipskarstlandschaft am Kyffhäuser und haben vielleicht schon einen Blick in einen Gips/Anhydrit-Steinbruch geworfen. Die Barbarossa-Höhle am Kyffhäuser und die Marienglashöhle bei Friedrichroda, zwei touristische Highlights Thüringens, werden wesentlich von den beiden Mineralen geprägt. Von Gipsformen in der Keramik über den Baustoff Gips bis zur Verwendung in der Medizin, aber auch als Schulkreide reicht das Spektrum der Anwendungen der beiden Minerale. Sie lassen sich wechselseitig ineinander umwandeln, wobei sich das Volumen beträchtlich ändert und zu Hebungen und Senkungen eines Gebietes führen kann. Leidvoll mussten dies die Bewohner einer Stadt im Breisgau erfahren. Über diese und andere überraschende Aspekte der Minerale Gips und Anhydrit wird im Vortrag berichtet. Der reichbebilderte Vortrag zeigt auch die eindrucksvollen Kristalle in der Höhle von Naica/Mexico, berichtet von Wüstenrosen und über Fasergips.

Gips XX Lubin Polen Sammlung und Foto Senf

Gips XX Lubin Polen Sammlung und Foto: Senf

Gips auf Grubenholz Eisleben Sammlung und Foto Senf

Gips auf Grubenholz Eisleben Sammlung und Foto: Senf

26.09.2017 – 18 Uhr – Vortrag Dr. Ludwig Senf (Gera): „Gips und Anhydrit – Minerale mit großer Formenvielfalt, landschaftsprägenden Eigenschaften und umfangreichen Verwendungen“

Am Dienstag, 26.September 2017, lädt das Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg um 18.00 Uhr zu einem mineralogischen Vortrag ein. Dr. Ludwig Senf, Mitglied des Vereins Geraer Mineralien- und Fossilienfreunde, stellt die Minerale Gips und Anhydrit mit ihrer beeindruckenden Formenvielfalt, ihren vielseitigen Anwendungen in Industrie, Technik, Haushalt und Kunst sowie ihren landschaftsprägenden Eigenschaften vor. Gips und Anhydrit  zählen zu den am häufigsten vorkommenden  Mineralen der Erde. Viele kennen sicherlich die Gipskarstlandschaft am Kyffhäuser und haben vielleicht schon einen Blick in einen Gips/Anhydrit-Steinbruch geworfen. Die Barbarossa-Höhle am Kyffhäuser und die Marienglashöhle bei Friedrichroda, zwei touristische Highlights Thüringens, werden wesentlich von den beiden Mineralen geprägt. Von Gipsformen in der Keramik über den Baustoff Gips bis zur Verwendung in der Medizin, aber auch als Schulkreide reicht das Spektrum der Anwendungen der beiden Minerale. Sie lassen sich wechselseitig ineinander umwandeln, wobei sich das Volumen beträchtlich ändert und zu Hebungen und Senkungen eines Gebietes führen kann. Leidvoll mussten dies die Bewohner einer Stadt im Breisgau erfahren. Über diese und andere überraschende Aspekte der Minerale Gips und Anhydrit wird im Vortrag berichtet. Der reichbebilderte Vortrag zeigt auch die eindrucksvollen Kristalle in der Höhle von Naica/Mexico, berichtet von Wüstenrosen und über Fasergips.

Gips auf Grubenholz Eisleben Sammlung und Foto Senf

Gips auf Grubenholz, Eisleben, Sammlung und Foto: Dr. Senf

Gips XX Lubin Polen Sammlung und Foto Senf

Gips XX, Lubin, Polen, Sammlung und Foto: Dr. Senf

28.03.2017 – 18 Uhr – Vortrag Dr. Elisabeth Endtmann (Mauritianum): „Hoffnung für die Heide?“

Seit Mai 2016 ist das Naturkundemuseum Mauritianum in Sachen Naturschutz auch im benachbarten Landkreis Greiz aktiv. Im Rahmen eines von EU und Freistaat Thüringen geförderten Projektes wird den geschützten Zwergstrauchheiden auf dem ehemaligen NVA-Übungsgelände im Pöllwitzer Wald besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Neben Heidekraut, Blau- und Preisselbeere wachsen dort auch seltene Bärlapp-Arten. Kreuzottern und Heidelerchen fühlen sich gleichfalls wohl. Doch das Vorkommen der seltenen Pflanzen- und Tierarten ist ohne das Zutun des Menschen in Gefahr. Bis 1990 „pflegten“ im Pöllwitzer Wald Panzer die Heide. Der militärische Übungsbetrieb ließ eine Wiederbewaldung der Flächen nicht zu. In den nachfolgenden Jahren übernahmen ehrenamtliche Naturschützer und die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises die zeit- und kostenintensive Pflege. Dennoch verschlechterte sich der Zustand der Heide dramatisch. Damit das rosa Blütenmeer im Spätsommer auch zukünftige Generationen erfreuen kann, müssen neue, nachhaltige Pflegekonzepte entwickelt werden. Über Möglichkeiten und erste Ergebnisse berichtet Dr. Elisabeth Endtmann am 28.03.2017 ab 18.00 Uhr im Mauritianum. Interessierte sind herzlich eingeladen!

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Foto (Mauritianum): Ist das Blütenmeer im Spätsommer noch zu retten?

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