Kolloquium

21.04.2015 – 18 Uhr – Kolloquium – „Der europäische Wasserbüffel – die Abstammung, sein Verhalten und der Umgang mit ihm“

Der Naturschutzbund (NABU) hält seit 2010 im Altenburger Land Karpatenbüffel, eine vom Aussterben bedrohte Rasse des Wasserbüffels. In Süd- und Südosteuropa ist die Haltung dieser Tiere seit mehreren tausend Jahren ein wichtiger Bestandteil der Landwirtschaft. In Deutschland werden die robusten Büffel inzwischen zur Bewirtschaftung nasser Gebiete eingesetzt. Sie pflegen Auwiesen, Überschwemmungsgebiete, Tümpel und Teiche. Die Haltungsformen sind europaweit sehr unterschiedlich. In Rumänien werden die Wasserbüffel auch Hausbüffel genannt. Sie werden vereinzelt noch als Zugtiere genutzt, im Stall gehalten und gemeinsam mit Kühen und Pferden auf die Weide geschickt. In Italien werden die Tiere teilindustriell in großen Stallanlagen gehalten. Ihre sehr fetthaltige Milch bildet die Grundlage des Büffelmozzarellas. In Mitteleuropa helfen sie durch die Beweidung unrentabler, aber naturschutzrelevanter Flächen in der Landschaftspflege. Hier leben die Tiere ganzjährig im Freien. Diese neue Aufgabe sichert der aus dem Karpatenraum stammenden, überaus robusten Rasse eine Überlebenschance. Im Rahmen des von NABU und Naturkundemuseum Mauritianum durchgeführten Landschaftsentwicklungsprojektes in den Haselbacher Teichen, , sind auch Karpatenbüffel im Einsatz. In einem zu diesem Projekt gehörenden Kolloquium stellen zwei Wissenschaftlerinnen ihre Forschungsergebnisse im Mauritianum vor. Die Tierärztin Isabelle Kordian der Technischen Universität München untersuchte die Abstammung des Europäischen Wasserbüffels und referiert über deren Verhalten und dessen Umgang. Die Landschaftsökologin Doreen Enge aus Chemnitz beschäftigte sich mit der Entwicklung von Weidegebieten, die mittels Wasserbüffeln bewirtschaftet wurden. Das Kolloquium, welches sich an interessierte Bürger wendet, findet am Dienstag, den 21. April im Mauritianum statt und beginnt 18 Uhr.

 Veranstaltungsgebühr: 3 Euro / Person

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18.02.2015 – 18 Uhr – Kolloquium Silvester Tamás (Dornburg/Saale) “Wölfe in Deutschland – die Rückkehr nach Thüringen”

Kaum ein anderes Tier ruft so viele Emotionen hervor, wie der Wolf. Kein Tag vergeht, an dem sich die Presse nicht mit diesem umstrittenen Rückkehrer auseinandersetzt. Und so ist es für Leser äußerst schwierig, sich anhand dieser Vielzahl konträrer Diskussionen und teils unsachlicher Meldungen eine Meinung zu bilden. Seit Eröffnung der Sonderausstellung „Der Wolf kehrt zurück“, die noch bis Juni 2015 im Naturkundemuseum Mauritianum zu sehen ist, zog es deshalb auch viele Interessierte in das Altenburger Museum um die Möglichkeit zu nutzen, den Wolf besser kennenzulernen und sich sachlich zu informieren. Eine weitere Gelegenheit bietet das Museum Interessierten mit dem Vortrag „Wölfe in Deutschland – die Rückkehr nach Thüringen“, der am 18. Februar um 18 Uhr im Mauritianum zu erleben ist. Silvester Tamás (Dornburg/Saale), Projektleiter der Landesgruppe Wolf beim NABU Thüringen, bringt sicherlich Neuigkeiten von den „Thüringer Wölfen“ mit. Im Mai 2014 gelang der fotografische Nachweis einer jungen Wölfin auf dem Truppenübungsplatz Gotha-Ohrdruf. Seit dem sammelt die Landesarbeitsgruppe Wolf Hinweise zum Aufenthalt der Wölfin. Silvester Tamás wird außerdem über den Managementplan Wolf in Thüringen, über derzeit angewandte Nachweismethoden (Monitoring) oder über Präventions- und Herdenschutzmaßnahmen referieren.

Wolf_Stefan Böttner

20.05.2014 – 18 Uhr – Kolloquium – Der Schutz des Rotmilans und die Nutzung der Windkraft: Unvereinbar?

Nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie existierten Ende 2013 in Deutschland 23.645 Windräder. Damit ist Deutschland hinsichtlich der installierten Leistung in Europa führend. Gleichzeitig kommen in Deutschland die meisten Rotmilane der Welt vor, Mitteldeutschland zählt gar zum Hauptverbreitungsgebiet. Somit trägt die Bundesrepublik eine besondere Verantwortung für den Schutz dieses Greifvogels.
Doch immer wieder kollidieren Greifvögel mit Windkraftanlagen, zumeist mit tödlichen Folgen. Die Erschließung neuer Standorte für Windkraftanlagen und damit der Ausbau der Erneuerbaren Energien steht deshalb im Konflikt mit den naturschutzfachlichen Interessen. Das Kolloquium des Naturkundlichen Museums Mauritianum am 20. Mai 2014 wird versuchen, die Frage ob Windkraft und Vogelschutz tatsächlich unvereinbar sind, zu beantworten. Als Referent steht der Hallenser Biologe Ubbo Mammen, Vorstandsmitglied im Deutschen Rat für Vogelschutz, zur Verfügung. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr. Interessenten sind herzlich eingeladen.

RM und Rotorblaetter

Kolloquium am 13.2.2014 – 18 Uhr: Das Hochwasser vom Juni 2013 in Mitteldeutschland – Erste Befunde und Schlussfolgerungen – Prof. Dr. A. Berkner

Nach dem Juli 1954 und dem August 2002 erlebten die Menschen in Mitteldeutschland im Juni 2013 teilweise zum dritten Mal innerhalb eines reichlichen halben Jahrhunderts ein Hochwasser mit dramatischen Ausmaßen. Abgesehen von den Schäden, deren Bewältigung vielerorts noch nicht abgeschlossen ist, drängen sich vielfältige Fragen auf, die insbesondere von den Betroffenen vor Ort gestellt werden. Welche Wetterlagen führen zu Hochwasserkatastrophen? Wie präzise sind die Vorhersagen? Was sind ein „HQ100“ und ein „Bemessungshochwasser“? Wie ist die Kommunikation an den Schnittstellen wie Staats-oder Ländergrenzen organisiert? Wurden Talsperren „abgelassen“? Wie können wir den Rückhalt in der Landschaft verbessern? Was bringen Maßnahmen zum technischen Hochwasserschutz? Womit müssen wir in Zukunft rechnen? Der Referent ist als gebürtiger Altenburger und als verantwortlicher Regionalplaner in Leipzig seit Jahrzehnten auch wissenschaftlich mit der Materie befasst und hat wiederholt Beiträge in die Fachdebatte eingebracht. Anhand von Fallbeispielen an Mulde, Weißer Elster und Pleiße kommentiert er Ursachen und Folgen der jüngsten Flut, ordnet diese im Vergleich zu weiteren Hochwasserereignissen ein  und zeigt Möglichkeiten und Grenzen für künftige Maßnahmen zur Hochwasservorsorge ein.

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28.01.2014 – 18 Uhr: Die Entschlämmung des Frießnitzer Sees – ein Großprojekt mit Überraschungen & Probleme im Umgang mit Teichschlamm (Herthateich, Nobitzer Teich) – Praxisbeispiel aus dem ENL-Projekt „Haselbacher Teiche“

Im Rahmen der Reihe „Naturwissenschaftliches Kolloquium“ lädt das Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg am Dienstag, den 28.01.2014, um 18:00 Uhr herzlich alle Interessenten zu einer Vortragsveranstaltung über „Probleme im Umgang mit Teichschlamm – Praxisbeispiele aus ENL (Entwicklung von Natur und Landschaft)-Projekten“ ein. Anhand der Praxisbeispiele „Frießnitzer See“ aus dem Landkreis Greiz sowie „Herthateich“ und „Nobitzer Teich“ aus dem Teichgebiet Haselbacher Teiche referieren die beiden Projektleiter Christoph Kummer vom ENL-Projekt „Revitalisierung Frießnitzer See“ und Dr. Alexander Borowski vom ENL-Projekt „Haselbacher Teiche“ zu den Problemen Entschlammung, Schadstoffbelastung (Altlasten) von Teichschlamm, Möglichkeiten des Schlammabbaues und Beweidung während der Trockenlegung eines Teiches.

Wasserbüffel auf dem Nobitzer Teich

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