Allgemein

24.01.2017 – 18 Uhr – Vortrag Gerhard Rüdiger (Adelaide/Australien): Zwischen Altenburg und Adelaide – Missionar Gottlob Teichelmann als Mittler zwischen Welten

Zur Finissage der Sonderausstellung „Altenburg – Australien  – Altenburg: Eine Sammlung gegen das Vergessen oder Wie Vogelpräparat Nr. 984 eine Sprache rettete“ hat sich das Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg für den 24. Januar einen besonderen, von weit angereisten Gast als Referenten eingeladen. Gerhard Rüdiger, in Adelaide (Australien) wohnhaft, ist seit einigen Jahren auf den Spuren der ersten deutschen Missionare in Süd-Australien – Christian Teichelmann und Clamor Schürmann – unterwegs und konnte in deutschen und australischen Archiven viele interessante Fakten über ihr Leben und Wirken in Adelaide „ausgraben“. Chr. Teichelmann und C. Schürmann, an der Dresdner Missionschule ausgebildet, wurden 1838 in der Altenburger Bartholomäikirche examiniert und ordiniert, nachdem es ihnen in Dresden verwehrt wurde. Aus Dankbarkeit schickten sie für die Sammlung der Naturforschenden Gesellschaft in Altenburg zahlreiche australische Vogelpräparate und ethnografische Gegenstände, die in der Sonderausstellung zu sehen sind. 15 Jahre lang lebten, lehrten und lernten beide in Südaustralien gemeinsam mit den Aborigines. Unermüdlich, selbstlos und mutig versuchten die Dresdner Missionare, Unrecht gegenüber den Ureinwohnern abzuwenden oder abzumildern, ihre Sprache zu erhalten und ihnen Land zu reservieren. Obwohl die Mission letztendlich scheiterte, sind ihre Verdienste um die Erhaltung der Sprache der Ureinwohner heute von großer Bedeutung. Dank ihrer umfangreichen Sprachaufzeichnungen und Wörterbücher, die damals große Anerkennung bei dem aus Altenburg stammenden Sprachwissenschaftler Hans Conon von der Gabelentz erfuhr,  ist es heute möglich, die bereits ausgestorbene Sprache der Aborigines wieder aufleben zu lassen und zu unterrichten.

In seinem Vortrag „Zwischen Altenburg und Adelaide“ – Missionar Gottlob Teichelmann als Mittler zwischen Welten“ beleuchtet der Referent unter anderem die Zustände, die die Missionare im gerade erst gegründeten Adelaide bei Ihrer Ankunft vorfanden, von ihrem Alltag mit den Aborigines, von den Schwierigkeiten bei der Anfertigung der von Altenburg gewünschten Vogelpräparate oder von ihren Sprachaufzeichnungen der Aborigines. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr.

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Neue Mikroskope für die kleinen Naturforscher im Mauritianum

Für unsere kleinen Museumsbesucher ist das Mikroskopieren mit einem Stereomikroskop eine coole Sache. Borsten auf einem Fliegenauge, schillernde Schuppen eines Schmetterlingsflügels oder ein zappelnder Wasserfloh in einem Wassertropfen lassen staunende Kinderaugen leuchten. Das Thema Mikroskopieren hat daher einen festen Platz im Kinderkolleg des Mauritianums.

Im Kurs der Zweitklässler des Kinderkollegs stand an diesem Dienstag das Thema „ Kleine Welt ganz groß – ein Blick ins Mikroskop“ auf dem Kursprogramm. Insektenflügel, Federn, See-Igel, Heuschrecken-Eier, Libellen-Augen und Kristalle lagen zum Betrachten bereit. Einige Kinder hatten in kleinen Dosen ihre eigenen „Schätze“ zum Vergrößern unter dem Mikroskop mitgebracht. Doch bevor die kleinen Forscher in Aktion traten, wartete noch eine Überraschung auf sie: Frau Sonntag, Inhaberin der Südostapotheke Altenburg, übergab dem Kinderkolleg fünf neue Mikroskope im Wert von etwa 1000 Euro. Die Freude nach dem Auspacken war riesengroß, denn jetzt hatte jeder Kursteilnehmer ein eigenes Mikroskop zum Forschen.

Zehn Jahre – seit der Gründung des Kinderkollegs im Jahre 2006 – unterstützt Frau Sonntag kontinuierlich dieses beliebte Angebot für Kinder ab sechs Jahren. Nicht nur Altenburger Kinder nutzen dieses Freizeitangebot, auch aus den angrenzenden sächsischen Landkreisen kommen Interessierte zum Forschen und Entdecken in das Mauritianum. Auch Ferienkinder aus Bayern, Niedersachsen oder Hessen, die bei ihren Großeltern zu Besuch sind, schnuppern gelegentlich Kinderkolleg-Luft.

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08.11.2016 – 18 Uhr – Vortrag Harry Weidner (Großenstein): Untersuchungen zu Fledermäusen in Ostthüringen – Markierungsergebnisse bei der Fransenfledermaus

Im Naturkundemuseum Mauritianum häufen sich alljährlich im Spätsommer Anrufe überraschter Bürger, die Fledermäuse als Untermieter in ihrer Wohnung bemerken. Bei diesen „Invasionen“ handelt es sich in der Regel nicht nur um ein einzelnes Tier, sondern  meist um größere Gruppen, die sich in der Nacht durch ein geöffnetes in das Zimmer verflogen haben. Nicht nur über dieses Phänomen sondern auch über andere interessante Verhaltens- und Lebensweisen von Fledermäusen informiert am Dienstag, dem 8. November, der Fledermausforscher Harry Weidner (Großenstein) im Mauritianum Altenburg. Wie der Titel des Vortrages „Untersuchungen zu Fledermäusen in Ostthüringen –  Markierungsergebnisse bei der Fransenfledermaus“ bereits verrät, steht jedoch eine Fledermausart, die in Thüringen gefährdete Fransenfledermaus, im Mittelpunkt. Diese sowohl in Gebäuden als auch in Baumhöhlen quartiersuchende Art, verdankt ihren Namen den borstigen Haaren auf ihrer Schwanzflughaut.

Veranstaltungsgebühr: 3 Euro / Person

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Fransenfledermaus – Foto: H. Weidner

25.10.2016 – 18 Uhr – Vortag Dr. Bernd Ihl (Halle/Saale) – Pflanzen auf Wanderschaft

PFLANZEN auf WANDERSCHAFT – wie geht das?

Diese Frage wird Dr. Bernd Ihl aus Halle in seinem Vortrag am 25.10. um 18 Uhr im Naturkundlichen Museum Mauritianum kompetent beantworten. – Pflanzen als Einzelindividuen sind in der Regel fest verwurzelt und an einen Standort gebunden. Aber für ihre jeweiligen Nachkommen haben sie effektive, oft erstaunliche Verbreitungsstrategien entwickelt, wobei z. T. erhebliche Distanzen überwunden werden.

Für die Verbreitung selbst genutzt werden Wasser, Wind oder verschiedenste Tiere, teilweise geschieht dies aber auch durch eigene Kraft. Auf diese Weise können sich Pflanzen in der Regel als Populationen relativ gut veränderten Umweltbedingungen anpassen. Sie können  zurückweichen, aber auch neues bzw. verloren gegangenes Terrain wieder besiedeln. Einige Pflanzen sind aber sogar in der Lage, auch durch Wachstumsprozesse ihren Standort zu verändern. Dann allerdings meist nur in räumlich recht begrenztem Umfang, aber durchaus auch effektiv.

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Das Bild zeigt den Strandhafer, der sich über unterirdische Ausläufer verbreitet und gern zur Befestigung der Dünen verwendet wird.

Veranstaltungsgebühr: 3 Euro / Person

16.10.2016 – 10 bis 16 Uhr – Apfel- und Birnensortenschau – Walter Janovsky (Kayna)

Am Sonntag, dem 16.10.2016, findet von 10 bis 16 Uhr eine Apfel- und Birnensorten-Ausstellung im Naturkundlichen Museum Mauritianum Altenburg statt. Die umfangreiche Sortenschau lädt zum Vergleichen und zum fachlichen Austausch ein. Auch dieses Mal besteht die Möglichkeit, sich Apfel- und Birnensorten aus dem eigenen Garten durch Herrn Walter Janovsky aus Kayna bestimmen zu lassen. Besonders erfreulich ist das zunehmende Interesse junger Familien, die den Wert des Streuobstes schätzen, die alte Sorten kennen lernen wollen und die untereinander Kontakte knüpfen.

 

Apfelausstellung 2013

 Eintritt: 2 Euro / Person

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