Anja Paditz

17.02.2017 – 18 bis 20 Uhr – Naturkunde für Kinder: „Was für ein komischer Kauz, der Waldkauz!

Ein Käuzchen-Abend mit Taschenlampen-Exkursion in den Altenburger Schlosspark

Am Freitag, dem 17. Februar, lädt das Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg zu einem Käuzchen-Abend für Kinder ein. Von 18 bis 20 Uhr dreht sich alles um den „Vogel des Jahres 2017“, den Waldkauz. Neben einem bunten Programm mit Basteln, Rätseln, Mikroskopieren, … gibt es natürlich viele interessante Dinge über diesen nächtlichen Jäger zu erfahren. Auf Fragen wie z. B.  „Was macht der Kauz am Tag?“, „Warum hört man seinen Flügelschlag nicht?“, „Frisst er nur Mäuse?“ oder „Warum spuckt er einen Klumpen nach dem Fressen aus?“ finden die Käuzchen-Abend-Besucher garantiert eine richtige Antwort. Ein bisschen gruselig wird es zum Abschluss, wenn es im dunklen Schlosspark auf Waldkauz-Suche geht. Mit etwas Glück ist vielleicht sein „Kuwitt“, „Kuwitt“, „Kuwitt“ zu hören oder im Taschenlampenschein sein lautloser Flug zu beobachten.

Der Veranstalter weist darauf hin, dass für den Käuzchen-Abend die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Karten sind im Vorverkauf an der Museumskasse für 3 Euro pro Person erhältlich.

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– ein noch nicht flugfähiges Waldkauzjunges wartet auf die Rückkehr seiner Eltern

Foto: Mauritianum Altenburg

24.01.2017 – 18 Uhr – Vortrag Gerhard Rüdiger (Adelaide/Australien): Zwischen Altenburg und Adelaide – Missionar Gottlob Teichelmann als Mittler zwischen Welten

Zur Finissage der Sonderausstellung „Altenburg – Australien  – Altenburg: Eine Sammlung gegen das Vergessen oder Wie Vogelpräparat Nr. 984 eine Sprache rettete“ hat sich das Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg für den 24. Januar einen besonderen, von weit angereisten Gast als Referenten eingeladen. Gerhard Rüdiger, in Adelaide (Australien) wohnhaft, ist seit einigen Jahren auf den Spuren der ersten deutschen Missionare in Süd-Australien – Christian Teichelmann und Clamor Schürmann – unterwegs und konnte in deutschen und australischen Archiven viele interessante Fakten über ihr Leben und Wirken in Adelaide „ausgraben“. Chr. Teichelmann und C. Schürmann, an der Dresdner Missionschule ausgebildet, wurden 1838 in der Altenburger Bartholomäikirche examiniert und ordiniert, nachdem es ihnen in Dresden verwehrt wurde. Aus Dankbarkeit schickten sie für die Sammlung der Naturforschenden Gesellschaft in Altenburg zahlreiche australische Vogelpräparate und ethnografische Gegenstände, die in der Sonderausstellung zu sehen sind. 15 Jahre lang lebten, lehrten und lernten beide in Südaustralien gemeinsam mit den Aborigines. Unermüdlich, selbstlos und mutig versuchten die Dresdner Missionare, Unrecht gegenüber den Ureinwohnern abzuwenden oder abzumildern, ihre Sprache zu erhalten und ihnen Land zu reservieren. Obwohl die Mission letztendlich scheiterte, sind ihre Verdienste um die Erhaltung der Sprache der Ureinwohner heute von großer Bedeutung. Dank ihrer umfangreichen Sprachaufzeichnungen und Wörterbücher, die damals große Anerkennung bei dem aus Altenburg stammenden Sprachwissenschaftler Hans Conon von der Gabelentz erfuhr,  ist es heute möglich, die bereits ausgestorbene Sprache der Aborigines wieder aufleben zu lassen und zu unterrichten.

In seinem Vortrag „Zwischen Altenburg und Adelaide“ – Missionar Gottlob Teichelmann als Mittler zwischen Welten“ beleuchtet der Referent unter anderem die Zustände, die die Missionare im gerade erst gegründeten Adelaide bei Ihrer Ankunft vorfanden, von ihrem Alltag mit den Aborigines, von den Schwierigkeiten bei der Anfertigung der von Altenburg gewünschten Vogelpräparate oder von ihren Sprachaufzeichnungen der Aborigines. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr.

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13.12.2016 – 18 Uhr – Vortrag: Unterwegs in den kargen Steppen des Altai – eine Forschungsreise des Mauritianums 2015

Am 13.12.2016 lädt das Naturkundliche Museum Mauritianum Altenburg um 18.00 Uhr Interessierte zu einer Fotoreise in die russische Republik Altai ein. Acht Naturwissenschaftler, darunter Geologen, Geographen, Botaniker und Zoologen, sowie ein Ethnologe brachen im Juli 2015 zu einer Forschungsreise auf. Mit dem Flugzeug ging es zunächst nach Novosibirsk, dann mit dem Auto entlang des Tschuski Trakt, der ehemaligen nördlichen Seidenstraße, bis fast an die Grenze zur Mongolei. Im Mittelpunkt ihres Aufenthaltes standen die kargen, aber dennoch faszinierenden Landschaften der Kurai- und der Tschuja-Steppe sowie der sie umgebenden Bergketten. Das Gebiet ist auch heute nur sehr dünn besiedelt. Die Menschen leben dort überwiegend von der Viehzucht, teils noch immer als Nomaden. Der reich bebilderte Vortrag wird ihren Lebensalltag sowie die durch die Extreme des stark kontinental geprägten Klimas geprägten Besonderheiten der Tier- und Pflanzenwelt des Gebietes vorstellen.

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04.12.2016 – 10 Uhr – Naturkunde für Kinder: Was wisst ihr über Aborigines, die Ureinwohner Australiens?

Australien ist ein riesiger Kontinent auf der Südhalbkugel unserer Erde. Ganz weit weg und deshalb vielen von uns unbekannt. Welche Pflanzen und Tiere leben dort? Wie heißt der bekannteste Berg? Und wovon träumen Australiens Ureinwohner, die Aborigines? Die Mitarbeiter des Mauritianums möchte allen wissbegierigen Kindern diese und andere Fragen in seiner „Naturkunde für Kinder“ am 04.12.2016 beantworten. Und da so kurz vor Weihnachten der eine oder andere sicher noch nach einem Geschenk für die Eltern oder Großeltern sucht, wollen sie mit euch zusammen ein kleines Kunstwerk im Aborigines-Stil gestalten. Wie schon zur Museumsnacht im Juni sollen Stofftaschen bedruckt werden. Um 10.00 Uhr geht es los!

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Veranstaltungsgebühr: 3 Euro / Person

29.11.2016 – 18 Uhr – Vortrag Kathrin Worschech (Mauritianum): Zurück auf leisen Pfoten – Wie stehen die Chancen für den Luchs in Thüringen?

Erst der Wolf – und nun auch noch der Luchs in Thüringens Landschaft?

Fast zeitgleich mit dem Auftauchen einer Wölfin auf dem Thüringischen Truppenübungsplatz bei Ohrdruf kehrte ein weiterer Großsäuger in unsere Wälder zurück, der scheue Eurasische Luchs. Drohen nun mit seinem Auftauchen, ähnlich wie beim Wolf, neue Konflikte mit Tierhaltern, Jägern oder Bürgern? In ihrem einstündigen Vortrag „Zurück auf leisen Pfoten – Wie stehen die Chancen für den Luchs in Thüringen?“ informiert Kathrin Worschech (Mauritianum Altenburg) am Dienstag, den 29. November um 18 Uhr im Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg über die aktuelle Situation des Luchses in Thüringen. Interessante Fragen, wie z. B.: Wo und wie viele Luchse haben sich in Thüringen angesiedelt? – Von wo wandern Luchse nach Thüringen ein? Sind es nur „Durchzügler“ oder pflanzen sie sich bereits in unseren Wäldern fort? – Gab es bereits Konflikte mit Schafhaltern und Jägern? – stehen im Mittelpunkt des reich bebilderten Vortrages. Interessenten sind herzlich eingeladen.

Noch im 17. Jahrhundert war der Luchs im Thüringer Wald nicht selten. Doch aufgrund seines attraktiven Fells und seiner gelegentlichen Übergriffe auf Nutzvieh gelangte er ziemlich bald ganz oben auf die Abschusslisten. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde die scheue Großkatze gnadenlos gejagt und schließlich ausgerottet. 1819 wurde in Thüringen der letzte Luchs im thüringischen Landkreis Gotha bei Luisenthal geschossen.

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Foto: S. Tamas/Tierpark Thale im Harz

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