aktuelle Sonderausstellungen

Auerochse, Wildpferd & Co. – Mitteleuropas ausgestorbene „BIG FIVE“

Als der Mensch den europäischen Kontinent vor etwa 50.000 Jahren besiedelte begannen die großen Tiere auszusterben. Die ganz Großen verschwanden zuerst – Waldelefant und Nashörner. Es folgten weitere bis in die heutige Zeit. Nur wenige, als Jagdwild genutzt und geschützt, blieben.

Die großen Säugetiere prägten ihren Lebensraum. Die Grasfresser wie Auerochse, Wisent, Büffel, Wildpferd und Wildesel entwickelten parkartige Graslandschaften. Viele Tier- und Pflanzenarten sind auf diese Landschaften angewiesen. Sie haben sich mit den großen Arten entwickelt und sind von ihrem Dasein abhängig. Mit dem Aussterben der großen Graser veränderte sich unsere Landschaft und der Mensch begann selbst die Landschaft zu verändern. Die heutige Industrie-Agrarlandschaft ist das derzeitige Ergebnis…

Fehlen die großen Säugetiere in unserer Landschaft? Kann der „moderne Auerochse“, die Kuh in der Milchviehanlage, ein Ersatz sein oder sollten Auerochse, Wildpferd und Co. wieder in unserer Landschaft Fuß fassen? Gibt es Möglichkeiten für den Ersatz ausgestorbener Tierarten?

Die Ausstellung stellt die großen Graser Europas vor und spannt den Bogen vom Beginn des Aussterbeprozesses bis in die Gegenwart, wo Konzepte zum Ersatz gesucht und erprobt werden.


„Komplett violett – Das Ringen um die Heide im Pöllwitzer Wald“

Seit 2015 beschäftigt sich die Naturforschende Gesellschaft Altenburg (NfGA) im Rahmen eines Projektes zur Entwicklung von Natur und Landschaft intensiv mit den Zwergstrauchheiden des Pöllwitzer Waldes bei Zeulenroda-Triebes. 1990 hinterließen dort die Grenztruppen der DDR ein durch militärische Nutzung geschaffenes, künstliches Offenland im Wald. Taktikgelände, Schießplatz, Sprengmittelplatz und Lehrgrenze heißen die Flächen, die heute für den europäischen Naturschutz wertvolle Lebensräume darstellen. Die Bemühungen um ihren Erhalt sind vielfältig und begannen bereits vor ca. 30 Jahren. Dennoch ist der Zustand der Heiden derzeit nicht zufriedenstellend. Durch die Mitarbeiter der NfGA wurden neue Pflege- und Nutzungskonzepte für die Heideflächen entwickelt und z.T. bereits erprobt. Über erste Erfolge und zukünftige Lösungsansätze berichtet die neue Sonderausstellung „Komplett violett – Das Ringen um die Heide im Pöllwitzer Wald“ im Naturkundemuseum Mauritianum.


Sonderausstellung

Alte Stücke in jungen Händen

Studenten studieren Objekte der ethnologischen Sammlung des Mauritianums

Flyer_EthnoAusst_DINlang_Ethno_Druck (2)-001

Flyer_EthnoAusst_DINlang_Ethno_Druck (2)-002


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