Monatsarchive: Oktober 2014

28.11.2014 – 19 Uhr – Vortrag „Notwendigkeit der Bestattungsvorsorge“

In diesem Vortrag wird über die Notwendigkeit der Vorsorgeregelung bereits zu Lebzeiten gesprochen. Gerade mit Hinweis darauf, dass seit 2004 kein Sterbegeld von den Krankenkassen gezahlt wird. Der Vortrag wird umrahmt mit Ausstellungstücken einer Wanderausstellung zur Entstehung der Feuerbestattung.

Referent ist Herr Göbel, Bestattungfachberater (IHK). Die Ausstellungsstücke können vor und nach dem Vortrag besichtigt werden. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

museum_fuer_sepulkralkultur

27.11. 2014 – 19 Uhr – Vortrag „Der Wandel der Bestattungskultur in Mitteldeutschland“

In diesem Vortrag wird die Bestattungskultur in Mitteldeutschland, beginnend bei der Reformation, weiterführend über die Einführung der Feuerbestattung in Deutschland, den Einfluss des dritten Reiches, den Auswirkungen während des Sozialismus bis in unsere heutige Zeit mit ihren vielen neuen unterschiedlichen Beisetzungsmöglichkeiten dargestellt.

Referent ist Herr Prof. Dr. Sörries, Direktor des Museums für Sepulkralkultur aus Kassel. Er und sein Museum sind weit über die Grenzen Deutschlands und Europas hinaus bekannt. Seit vielen Jahren sind Prof. Dr. Sörries und seine Mitarbeiter sehr erfolgreich bemüht, das Thema „Tod und Sterben“ in das Bewusstsein der Menschen zu tragen.

Der Vortrag wird umrahmt mit Ausstellungstücken einer Wanderausstellung zur Entstehung der Feuerbestattung. Die Ausstellungsstücke können vor und nach dem Vortrag besichtigt werden. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

20 Jahre Sepulkralmuseummuseum_fuer_sepulkralkultur

08.11.2014 – 20 Uhr – „Der Klang der Revolte“ – Veranstaltung des Jazzklub Altenburg

„Der Kulturhistoriker Christoph Wagner, Autor des Buches „Der Klang der Revolte“, kommt am 08.11. um 20 Uhr zu einer Konzertlesung ins Altenburger Mauritianum. Er zeichnet in seinem Vortrag die „magischen Jahre“ der Jugendrevolte zwischen 1967 und 1973 nach, die damals von einer neuen Underground-Musik getragen wurde. Mit raren historischen Fotos sowie mit Live-Musik von den beiden Krautrock-Veteranen Christian Burchard (Vibrafon, Marimba) und Roman Bunka (Gitarre, Oud) von der Münchner Gruppe „Embryo“ unterlegt, entsteht das plastische Bild einer Epoche in Aufruhr, als Rockmusik und Protest noch Hand in Hand gingen. Burchard und Bunka kommen aus dieser musikalischen Gegenkultur. Burchard hat Ende der sechziger Jahre im Quartett des amerikanischen Pianisten Mal Waldron gespielt, dann bei Amon Düül bevor er Embryo gründete. Bunka kam von der Gruppe Missus Beastly zu Embryo. Heute ist er Gitarrist der Dissidenten.

Mit dem Jugendprotest entstand in Westdeutschland in den „magischen Jahren“ von 1967 bis 1973 eine neue Underground-Musik, die eine radikale Abkehr von der biederen Nachkriegsunterhaltung markierte.

Ob in Rock, Jazz, Folk oder avantgardistischer Popelektronik – überall bastelten visionäre Musiker an neuartigen Klängen, die die Impulse der anglo-amerikanischen Szene mit europäischen Einflüssen zu eigenständigen Stilformen verbanden.

Rockgruppen wie Can, Amon Düül 2, Embryo und Faust, Elektroniker wie Kraftwerk, Cluster, Tangerine Dream, Klaus Schulze und Neu sowie Jazzrebellen wie Peter Brötzmann und Alexander von Schlippenbach gaben Anstöße, die bis heute weltweiten Widerhall finden. Ihre Sounds hallten im subkulturellen „Echoraum“ aus Bandkommunen, Drogen, den ersten internationalen Rockfestivals sowie lokalen Konzertinitiativen und Jugendclubs wider – selbst in der tiefsten Provinz – und befeuerten so den gesellschaftlichen Umbruch.“

Christoph Wagner_02  Buch_Klang der Revolte

06.11.2014 – Ausstellungseröffnung „Der Wolf kehrt zurück!“

Eröffnungsvortrag – 18 Uhr – Silvester Tamás (Dornburg/Saale):

„Domestikation“ des Menschen durch den Wolf? Wolf, Hauswolf, Hund – Theorien über die Annäherung und gemeinsame Entwicklung von Wolf/Hund und Mensch aus archäologischer Perspektive.“

Am Donnerstag, den 6. November um 18 Uhr wird im Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg die neue Sonderausstellung „Der Wolf kehrt zurück!“ eröffnet. Mit dem fotografischen Nachweis einer jungen Wölfin am Rande des Truppenübungsplatzes Ohrdruf im Mai 2014 wurde es zur Gewissheit: Wölfe kehren nun auch nach Thüringen zurück. Bereits im November 2013 gelang es einem Jagdpächter, einen Wolf südlich von Jena zu filmen. Auch in der jüngsten Vergangenheit gingen schon mehrfach vermeintliche oder tatsächliche Wolfssichtungen durch die Thüringer Medien.

Der Ausrottungsfeldzug gegen den Wolf begann um 1650. Rund 200 Jahre später war die Wolfspopulation in Deutschland so gut wie verschwunden – wolfsfrei war es seitdem aber nie!

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts tauchten immer wieder einzelne Wölfe in Deutschland auf. Der vorerst wirklich Letzte im Lande wurde 1904 in Sachsen geschossen. Gut vier Jahrzehnte später gab es wieder vereinzelt Wölfe in Deutschland. Nach dem 2. Weltkrieg wurden – erst legal, später illegal – mindestens 28 wildlebende Wölfe in Deutschland erlegt, die aus Polen einwanderten.

Im Jahr 2000 gelangen in Sachsen schließlich die ersten sensationellen Beobachtungen von in freier Wildbahn aufwachsenden Wolfswelpen. Seitdem breitet sich der Wolf wieder zunehmend aus. In Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen hat sich der Wolf bereits etabliert. In vier weiteren Bundesländern gibt es erste Nachweise. Nun ist der Wolf auch in Thüringen angekommen! Im Mai 2014 gelang der fotografische Nachweis einer jungen Wölfin auf dem Truppenübungsplatz Gotha-Ohrdruf.

Die Sonderausstellung „Der Wolf kehrt zurück!“ informiert u.a. über die aktuellen Wolfsterritorien in Deutschland, beleuchtet historische Zeitzeugen für das einstige Wolfsland Thüringen, weist auf bestehende Konflikte zwischen Wolf und Mensch hin und klärt über die Arbeit der neu gegründeten Landesgruppe Wolf beim NABU Thüringen auf. Ihr Projektleiter Silvester Tamás (Dornburg/Saale) wird die Ausstellung um 18 Uhr mit dem Vortrag „Domestikation“ des Menschen durch den Wolf? Wolf, Hauswolf, Hund – Theorien über die Annäherung und gemeinsame Entwicklung von Wolf/Hund und Mensch aus archäologischer Perspektive.“eröffnen. Silvester Tamás, ebenso Wolfsbotschafter und Koordinator des Naturschutzprojektes Felis-Lupus, beschäftigt sich derzeit unter anderem mit dem Thema Wölfe im Spannungsfeld kulturanthropologischer Fragestellungen. Derzeitig forscht er an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zum Thema „Wölfe in Thüringen – vom Gejagten zum Kulturgut“.

Interessenten sind herzlich zur Ausstellungseröffnung eingeladen. Die Sonderschau „Der Wolf kehrt zurück!“ ist bis zum 8. März 2015 im Mauritianum Altenburg zu sehen.

Wolf_Stefan Böttner

02.11.2014 – 15 Uhr – Filzwerkstatt – Wir filzen Herbstfrüchte

Am Sonntag, dem 02. November 2014, lädt das Mauritianum große und kleine Natur- und Bastelfreunde zu einer ganz besonderen Veranstaltung ein: unter fachkundiger Anleitung von Frau Petra Sporbert vom Märchengarten Kohren-Salis können die Teilnehmer sich im Filzen verschiedener Herbstfrüchte versuchen.  In gemütlicher Bastelrunde erfahren die Teilnehmer interessante Details über den Weg der Wolle vom Schaf zur gebrauchsfertigen Märchenwolle. Am Ende kann jeder ein selbstgeschaffenes Kunstwerk mit nach Hause nehmen. Die Veranstaltung beginnt um 15.00 Uhr im Mauritianum. Voranmeldungen sind unter Tel. 03447-2589 möglich.

Teilnehmerkosten: 2 Euro pro Person zzgl. Materialkosten

Filzen_Foto-Sporbert

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