13.03.2018 – 18 Uhr – Ivo Rapsilber (Halle): Der Bitterfelder Bernstein und seine Einschlüsse – Ein Überblick

Als „Gold des Nordens“ oder „Tränen der Götter“ wird er gern bezeichnet – der Bernstein. Mancher hatte bereits das Glück ein kleines Stückchen am Ostseestrand selbst zu finden. Doch auch in Mitteldeutschland sind Bernstein-Funde möglich. Als das bekannteste Bernstein-Fundgebiet gilt der ehemalige Braunkohlen-Tagebau Goitsche bei Bitterfeld. Der naturwissenschaftliche Vortrag des Mauritianums am 13. März widmet sich speziell dem Bitterfelder Bernstein und all seinen Facetten. Der Referent, Herr Ivo Rappsilber vom Landesamt für Geologie und Bergwesen in Halle, gilt als ausgesprochener Bernstein-Spezialist. In seinem Vortrag wird er die Eigenschaften des seltsamen Steins, der eigentlich kein Stein, sondern ein fossiles Harz, ist und seine verschiedenen natürlichen Formen vorstellen. Thematisiert werden gleichfalls die in der Bitterfelder Bernsteinlagerstätte besonders reichhaltig auftretenden Bernsteinarten. Sie decken ein beeindruckendes Farbspektrum ab. Die Interessenten erfahren eher wenig bekannte Fakten aus der Entdeckungsgeschichte von Bernsteinen im Gebiet um Bitterfeld sowie deren Abbau und Verwendung. Letztendlich werden die Zuhörer sogar zu einer Zeitreise in den Bitterfelder Bernsteinwald eingeladen. Anhand prächtiger Fotos von im Bernstein eingeschlossenen Lebewesen, sogenannter Inklusen, wird die Jahrmillionen alte Fauna und Flora erkundet. Der Vortrag beginnt um 18.00 Uhr, Interessenten sind herzlich eingeladen.

Schnaken in Bernstein

Im Bitterfelder Bernstein eingeschlossene Schnaken

Foto: Ivo Rappsilber

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