Bunter Frühling im Altenburger Land

Jedes Frühjahr lohnt sich ein kleiner Ausflug in den Lödlaer Bruch, einem wassergefüllten Tagebaurestloch, umgeben von Wald. Das Areal ist ein Naturschutzgebiet im Altenburger Löss-Gebiet. Ende März erfreuen als Farbtupfer neben den allseits bekannten Schneeglöckchenvorkommen erste Blühpflanzen in weiß, gelb, zartrosa und violett. Sie stechen besonders hervor, da rundum noch das Laub des Vorjahres den Boden bedeckt. Bei einem späteren Ausflug ist schon wesentlich mehr Grün zu sehen und auch die Vögel haben bereits erheblich an Stimmkraft gewonnen.

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  1. Gelbes Windröschen (Anemone ranunculoides)
  2. Lungenkraut (Pulmonaria)
  3. Wald-Gelbstern (Gagea lutea)
  4. Leberblümchen (Hepatica nobilis)
  5. Hohe Schlüsselblume (Primula elatior)
  6. Gewöhnliche Schuppenwurz (Lathraea squamaria)

Der Regenwurm verwandelt sich in Sekundenbruchteilen von lang und dünn in klein und dick und zurück. Von der wärmenden Kraft der Sonne wird die Erdkröte hervorgelockt.

      Erdkröte (Bufo bufo)

Das ist auch die Zeit, in der sich ein Ausflug ins Fasanerieholz bei Priefel lohnt, ebenfalls ein Naturschutzgebiet in der Nähe Altenburgs. Es dient der Erhaltung eines Restwaldes mit Eichen-Hainbuchenwäldern und Erlen-Eschen-Auewäldern in den Bachtälchen der naturnahen Nebenbäche der Pleiße.

Dort sind derzeit wahre Blütenmeere – bestehend aus Buschwindröschen, Gelben Windröschen, Hohlem Lerchensporn in Farbschattierungen von weiß bis violett – zu entdecken. Sanfte Hügel, eingeschnitten vom mäandrierenden Bächlein, erfreuen das Auge. Nach einigen Metern hört man das Zwitschern der Vögel, das Murmeln des Bächleins, die Hummeln suchen brummend nach Nahrung und Unterschlupf.

      IMG_2861  Fasanerieholz

 

23.04.2016 – 08:00 Uhr – Vogelstimmenexkursion im Altenburger Schlosspark

Am Sonnabend, dem 23. April, findet im Altenburger Schlosspark die Vogelstimmenexkursionen des Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg statt. Mike Jessat stellt die Vögel des Parks vor, welche ihre Brutreviere bezogen und teilweise mit dem Nestbau begonnen haben. Es werden ca. zwanzig Vogelarten erwartet, so dass diese Exkursion gut für „ornithologische Einsteiger“ aber auch zur Auffrischung der Kenntnisse aus den Vorjahren geeignet ist. Die Exkursion beginnt um 8.00 Uhr vor dem Mauritianum. Dort ist auch der Veranstaltungsplan des Naturkundemuseums Mauritianum mit weiteren Exkursionsterminen erhältlich.

Zur Vogelstimmenexkursionen auf dem Friedhof Altenburg am 30. April erwarten die Vogelkundler des Mauritianums eine Vielzahl weiterer gefiederter Heimkehrer.

Veranstaltungsgebühr: 3 Euro / Person

 Farbtupfer

22.03.2016 – 19 Uhr – Vortrag Dr. Hartmut Sänger (Crimmitschau): Reiseerlebnisse eines Biologen – Unterwegs in der Algarve

Das Naturkundemuseum Mauritianum lädt am Dienstag, dem 22. März, zu einem Lichtbilder-Vortrag ein. Der Biologe Dr. Hartmut Sänger (Crimmitschau) schildert seine Reiseerlebnisse in der Algarve – eine willkommene Gelegenheit, dem ungemütlichen Winterwetter für eine kurze Zeit wenigstens virtuell zu entkommen. Die Algarve am südwestlichen Zipfel Europas ist mit ihren weiten Stränden und malerischen Badebuchten einer der großen Urlaubermagneten Europas. Doch neben dem Badeparadies mit 3000 Sonnenstunden pro Jahr existiert jenseits von Faro und Lagos eine ganz andere Algarve von einer mitunter unglaublichen Ursprünglichkeit. Hier gibt es in den Bergen noch menschenleere Plätze, an denen man höchstens auf ein paar Ziegen trifft. Im Mittelpunkt der Reise stand die Sand- und Felsalgarve. Einzigartige Hafflandschaften, imposante Steilküsten, ausgedehnte Korkeichenwälder und schier endlose Zistrosenbestände sind die Schauplätze einer einzigarten mediterranen Flora und Vegetation, gepaart mit interessanten Tierbeobachtungen. Man findet hier im Süden dicht beieinander das alte und neue Portugal, eine interessante und gegensätzliche Mischung, in der es bisher noch eine Gemeinsamkeit gibt: die Freundlichkeit ihrer Bewohner, die uns stets das Gefühl vermittelte, am südwestlichen Ende Europas bem-vindo – herzlich willkommen – zu sein. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr und dauert zwei Stunden mit einer Pause.

Veranstaltungsgebühr: 5 Euro / Person

03_cistanche phelypaea in der Ria Formosa 02_chamäleon07_störche bei barracao 04_frühling am Cabo de Sao Vicente06_Ponta da Piedade bei Lagos 05_korkeichenwald bei Monchique

08.03.2016 – 18 Uhr – Ausstellungseröffnung – Der Stieglitz – Bunter Vogel im Rückwärtsgang

Eine Sonderausstellung des NABU Thüringen und des Naturkundemuseums Mauritianum zum Vogel des Jahres 2016

Eröffnung am 8. März um 18 Uhr

Stand der Habicht im vergangenen Jahr stellvertretend für den Kampf gegen die illegale Greifvogelverfolgung und „erhitzte“ die Gemüter, haben wir mit dem Stieglitz im Jahr 2016 wieder einen klassischen Singvogel. Der farbenfrohe Stieglitz gehört zu den buntesten und beliebtesten Singvögeln Deutschlands. Er ist sehr gesellig und begibt sich meist im Schwarm auf Nahrungssuche. Doch auch der sympathische Fink hat Probleme in Deutschland, da seine Lebensräume im landwirtschaftlich genutzten Raum und im städtischen Bereich schwinden. Sein Bestand nahm in den vergangen zwanzig Jahren um fast die Hälfte ab. Was für viele Menschen das Sinnbild für Unordentlichkeit ist – Brachflächen, Wegränder oder Gärten mit Disteln, Kletten, Karden oder anderen korbblütigen Wildkräutern – ist für Stieglitze Nahrungsgrundlage und damit überlebenswichtig!

Mit seiner Wahl zum Vogel des Jahres 2016 wollen NABU und LBV den fortschreitenden Strukturverlust in unserer Kulturlandschaft ins Blickfeld rücken: Der Stieglitz ist unser Botschafter für mehr Artenvielfalt und Farbe in Agrarräumen und Siedlungsbereichen. Die Sonderausstellung stellt die Lebensweise des Stieglitzes vor, hebt die Besonderheiten seines Speisezettels hervor, erlaubt einen Blick in seine „Kinderstube“ oder erinnert an seine Vergangenheit als äußerst beliebter Käfigvogel. Der Direktor des Mauritianums Mike Jessat eröffnet die Sonderausstellung am Dienstag, den 8. März um 18 Uhr mit einem farbenfrohen Vortrag über den Vogel des Jahres 2016. Interessenten sind herzlich eingeladen.

Foto: Frank Leo

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23.02.2016 – 18 Uhr – Vortrag Dr. Bernd Ihl (Halle/Saale): „Das Guinessbuch pflanzlicher Rekorde”

Sicher haben Sie schon einmal etwas über sehr hohe und sehr alte Bäume gelesen, aber welche Pflanze ist denn nun wirklich die höchste und ist die höchste auch die längste? Wie alt können pflanzliche Lebewesen denn nun wirklich werden? Welche Pflanze hat die größten Samen und welche die kleinsten, welche die größten Blätter und welche die kleinsten? Wer wächst am schnellsten und wer am langsamsten? Was ist die teuerste Pflanze, die seltenste, die giftigste?

Über diese und viele andere Superlativen aus der faszinierenden Welt der Pflanzen wird in diesem Vortrag berichtet.

Veranstaltungsgebühr: 3 Euro / Person

Schachtelhalm an den Teichen