Die Wechselkröte im Altenburger Land

Allerlei Wissenswertes zum Lurch des Jahres 2022

Am 28.06.2022 lädt die Naturforschende Gesellschaft Altenburg herzlich um 19.00 Uhr in das Naturkundemuseum Mauritianum zum Vortrag „Die Wechselkröte im Altenburger Land – Allerlei Wissenswertes zum Lurch des Jahres 2022“ ein.

Im jährlichen Wechsel mit der Aktion „Reptil des Jahres“ wird der „Lurch des Jahres“ seit 2006 durch die Arbeitsgemeinschaft Feldherpetologie und Artenschutz der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) in Kooperation mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH) und der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (karch) ernannt.

Einhergehend mit einer Höherstufung der Gefährdung in den nationalen Roten Listen weist die Aktion exemplarisch auf die Verschlechterung von Lebensbedingungen und Bestandssituation der nominierten Art hin. Der Vortrag vermittelt Naturfreunden und interessierten Laien allerlei Wissenswertes (Merkmale, Verbreitung, Lebensweise, Besonderheiten, Schutz, Gefährdung usw.) rund um die Kröte im Tarnmuster mit dem markantem Trillern.

Schönwetter? – Wenn der Himmel seine Schleusen öffnet.

Das Wechselspiel aus Erdrotation, Sonneneinstrahlung und den Elementen führt zu flüchtigen Himmelsschauspielen. Für den in Jena lebenden Fotografen Marco Rank ist die Begegnung mit atmosphärischen bzw. meteorologischen Erscheinungen eine einmalige Naturerfahrung. Was kann uns der Blick in den Himmel verraten? Mit den Bildern seiner Ausstellung zeigt und erklärt Marco Rank u.a. Wolkenformen, Tornados, Blitze, Eisnebelhalos oder Polarlichter – vieles davon mitten in Thüringen aufgenommen. Unwetter und ihr Gefahrenpotential stellt er unter anderem durch das markante und schadenträchtige Starkregenereignis vom 05. Juni 2021 in Altenburg mit über 50 Litern Wasser pro Quadratmeter dar. Neben Risiken möchte Rank für die Ästhetik und Vielfalt der Natur sensibilisieren und die Bedeutung des Wettergeschehens in der Klimakrise diskutieren. Seine eindrucksvollen Fotografien sind in der neuen Sonderausstellung „Schönwetter? – Wenn der Himmel seine Schleusen öffnet.“ zu sehen, die ab 21. Juni im Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg präsentiert wird.

Den großen Grasern auf der Spur

Kurzmitteilung

Exkursion zum Beweidungsprojekt in der Bergbaufolgelandschaft am mitteldeutschen Dreiländereck

Exmoor-Ponys und Taurusrinder

Die junge Folgelandschaft des Braunkohleabbaus in der Nordregion des Altenburger Landes beherbergt eine beachtliche Anzahl wertvoller Gewässer- und Offenlandarten, die ihren Verbreitungsschwerpunkt in Thüringen in diesen Gebieten haben bzw. nur dort vorkommen. Es sind die großflächigen Sonderbiotope wie offene Böden und Sand-Trockenrasen sowie Rest- und Kleingewässer mit ausgedehnten Schilfbeständen und Sumpfzonen, die diesen seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Lebensräume bieten. Doch gerade diese Flächen unterliegen einer rasanten Sukzession, so dass Birkenaufwuchs und die Entwicklung dichter Altschilfbestände den Naturschutzwert dieser Flächen herabsetzen und die Habitate der vom Aussterben bedrohten Arten verloren gehen. Um diesen Prozess aufzuhalten wurde in Projekten eine Weidelandschaft im Tagebaurestloch und Naturschutzgebiet „Phönix Nord“ bei Falkenhain initiiert. Seit wenigen Jahren leben hier wilde Wasserbüffel, Taurusrinder und Exmoor-Ponys. Dort gestalten sie durch ihr Fress- und Bewegungsverhalten vielfältige Lebensräume. Mit Informationen zum Gebiet und Projekt begeben wir uns am 12. Juni 2022 in dem anderthalb Quadratkilometer großen Naturschutzgebiet auf die Suche nach den wilden Weidetieren.

– Treffpunkt: 12. Juni 2022, 11 Uhr in Falkenhain, Kreuzung Friedrich-Engels-Straße und Gartenstraße (am alten Rittergut)

– Dauer: etwa 1,5 bis 2,5 Stunden

– Leitung: Simon Rockstroh (Naturforschende Gesellschaft Altenburg)

– festes Schuhwerk wird empfohlen

Fairpachten – Hand in Hand für die Natur

8. Juni bis 10. Juli 2022

Eine Informationsmöglichkeit der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe für alle die, die landwirtschaftliche Flächen verpachten und sich mehr Natur wünschen!

Die Wanderausstellung informiert über die Bedeutung einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft und das Schwinden der Artenvielfalt in der Landwirtschaft. Anhand von verschiedenen Naturschutzmaßnahmen wird gezeigt, wie sich Grundeigentümer*innen für mehr Naturschutz auf ihren Äckern, Wiesen und Weiden einsetzen können und wie Fairpachten sie dabei unterstützen kann. Für kleine Naturentdeckerinnen und Naturentdecker gibt es im unteren Bereich kleine Rätsel rund um Bienen, Kiebitze und Co.

Eröffnungsvortrag: 8. Juni 2022 um 19.00 Uhr Ralf Demmerle (NABU-Stiftung)

Weitere Informationen zum Ausstellungsthema: www.fairpachten.org

Büffelweidetour per Rad

Eine Radtour zu den Weiden Rasephas – Unterzetzscha – Gerstenberg

Seit mehr als zehn Jahren grasen nun Wasserbüffel in den Bachauen des Altenburger Landes. Die Naturforschende Gesellschaft Altenburg verfolgt in Kooperation mit dem NABU Altenburger Land dabei immer wieder das Ziel, einen Biotopverbund innerhalb einer stark überformten Auenlandschaft für heimische Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und wiederherzustellen. Unter anderem reihen sich nördlich von Altenburg entlang der Blauen Flut und Gerstenbachaue perlenschnurartig Weideflächen mit Wasserbüffelbesatz bis nach Haselbach.

Auf der Exkursion per Rad am 21.05.22 10 Uhr führen Mitarbeiter des aktuellen ENL-Projektes „Blaue Flut- und Gerstenbachaue II“ der Naturforschenden Gesellschaft Altenburg zu den Weideflächen in Rasephas, Unterzetzscha bis nach Gerstenberg und informieren über die Tiere, die Ziele der umgesetzten und noch geplanten Naturschutzmaßnahmen und stehen allerlei Fragen zur Verfügung.

Die abwechslungsreiche Rundtour startet in Altenburg und führt insgesamt 10 km größtenteils über Feld- und Wiesenwege, stellenweise müssen aber auch öffentliche Straßen genutzt werden. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert. 

  • Datum:            21. Mai.2022, 10.00 Uhr
  • Treffpunkt:     Altenburg, Leipziger Straße, Parkplatz gegenüber der Pyramide
  • Dauer:             2,5 – 3,0 Stunden
  • Leitung:           Anja Rohland