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| Projekt: Flechtenfloristik im Altenburger Land
Projektbearbeiter:
Dipl.-Biologin Margitta Pluntke
Auf dem Hintergrund einer außerordentlich hohen Emissionsbelastung im
Südraum Leipzig war in der Vergangenheit die Flechtenflora sehr stark
dezimiert.
Tabelle in gekürzter Form aus Lit. *
| Kreis |
Lage zu ABG |
Emission insgesamt 1989 in Tonnen |
| |
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Staub |
Schwefeldioxid SO2 |
Stickoxide NOx |
| |
|
|
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| Altenburg |
- |
19291 |
65 776 |
3063 |
| Borna |
n |
133 645 |
690 659 |
29 948 |
| Geithain |
ö |
866 |
3200 |
118 |
| Glauchau |
sö |
1552 |
4993 |
193 |
| Schmölln |
sw |
1305 |
3451 |
137 |
| Zeitz |
w |
34 217 |
47 008 |
2616 |
Mit dem Rückgang der besonders schädigenden Schwefeldioxid-Einwirkung
um mehr als das 10fache wurde es inzwischen für einige toxitolerante
Flechtenarten wieder möglich, ins Altenburger Land zurückzukehren.
Bemerkenswert ist, daß u.a. auch schon toxisch empfindliche Bartflechten
der Gattung Usnea und Bryoria örtlich auftreten.
Das Projekt "Flechtenfloristik" untersucht:
- das Artenspektrum an verschiedenen Substraten (Flechten auf den
Borken der Bäume, auf Gestein, auf Erdboden)
- die Vergesellschaftung der Flechten im Verlaufe ihrer Einwanderung
- die Zuwachsraten und Fruchtkörperausbildung an ausgewählten
Standorten und Arten
* Literatur: Pluntke, M.
(1995): Dokumentation der Luftqualität von Altenburg mit Hilfe der
Verbreitung der Flechte Lecanora conizaeoides. Mauritiana
(Altenburg) Bd. 15, H. 3, S. 257 - 275
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