bis 16. Januar 2011

"5 Jahre KINDERKOLLEG im Mauritianum"

Kinder erforschen die Natur

Das Kinderkolleg wurde 2006 im Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg gegründet. Es ist ein außerschulisches Kursangebot für naturwissenschaftlich interessierte Kinder - eine Lernwerkstatt für kleine Naturforscher. Das Konzept sah ursprünglich vor, einen Kurs für maximal 12 Kinder im Vorschulalter zu veranstalten. Jedoch übertraf die Flut der Anmeldungen jegliche Erwartungen, und so startete das Kinderkolleg 2006 nicht mit 12 Kindern an einem Tag sondern mit 48 Kindern an 4 Tagen. Zusätzlich zum Vorschulkurs haben sich mittlerweile 4 weitere Kurse für die höheren Altersgruppen etabliert. Unter dem Motto "Beobachten, Forschen und Experimentieren - Spaß an der Naturkunde" treffen sich derzeit 150 Kinder mehrmals im Monat im Schülerlaboratorium des Museums. Sie lernen anhand von Präparaten aus dem Sammlungsbestand des Mauritianums und lebendem Material aus der Natur vor allem Tier- und Pflanzenarten der regionalen Natur kennen, dringen durch Mikroskopieren in den Mikrokosmos ein und erforschen durch Experimente Naturphänomene. Auf die Teilnehmer wartet in jedem Monat ein anderes spannendes Thema. Das erlernte Wissen wird am Ende des Kurstages auf Arbeitsblättern festgehalten. Diese heften Kinder in ihren Kinderkolleg-Ordner ein und nehmen ihn mit nach Hause. Der Altenburger Schlosspark, der direkt vor der Haustür des Mauritianums liegt, wird oft zum "Forschungslabor" für die kleinen Naturforscher des Kinderkollegs. Die Vorschulkinder spüren Tierfährten im Schnee und Eichhörnchenkobel in den Baumkronen auf, die Kurse 2 und 3 gehen mit Insektenkeschern "Auf die Suche nach Insektenkindern" und "Allerhand Käfertier". Die verschiedenen Baumarten und Blütenpflanzen der Schlossparkwiesen erkunden die Teilnehmer des 4. Kurses. 2010 jährt sich die Gründung des Kinderkollegs zum 5. Mal. Aus diesem Anlass zeigen die Kinderkolleg-Kinder und ihre Kursleiter die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten in der Sonderausstellung.

5 Kinderkolleg

bis 03. Oktober 2010

"Mythos Aralsee"

Historische und gegenwärtige Fotografien

Die Ausstellung "Mythos Aralsee" widmet sich der Geschichte und den Folgen der sowjetischen Moderne in Zentralasien. Diese Moderne ist am besten charakterisiert mit einem schier unbegrenztem Technik- und Fortschrittsglauben. Dieser Glaube an uneingeschränkte Machbarkeit und menschliche Allmacht führte seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zum größten Eingriff in die lebenswichtigen Flusssysteme der Region Mittelasien und zeigte seine schwerwiegenden Folgen gegen Ende des Jahrhunderts. Die Ausstellung "Mythos Aralsee" im Mauritianum erzählt in Bildern, historischen Fotos, Porträts und Biographien von den Veränderungen der traditionellen Lebens- und Wirschaftsweisen in der Aralsee-Region und vom schrittweisen Verschwinden des Wassers. Der Aralsee existiert bei den Bewohnern der Region nur als Mythos. Die meisten haben den See noch nie in ihrem Leben gesehen. Der Großteil der im Amu Darja Delta lebenden Bevölkerung leidet jedoch nicht so sehr am Verschwinden des Aralsees und dessen negativen Auswirkungen auf das Weltklima, sondern schlicht am Ausbleiben des Flusswassers. Die mit dem Wassermangel verbundene schlechte Wasserqualität, die fehlenden Erwerbsmöglichkeiten und die durch das Austrocknen des Aralsees freigesetzten gesundheitsschädlichen Gifte, führen zur Abwanderung aus der Region. Gleichzeitig versuchen sich die Verbliebenen in den drastisch veränderten Lebendsbedingungen einzurichten. Die Ausstellung wird zusammen mit dem Zentralasien-Seminar der Humboldt Universität zu Berlin und der Akademie der Wissenschaften Karakalpakistans durchgeführt und ist durch Mittel der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) gefördert.

Mythos Aralsee

bis 10. April 2010

"Faszinierende Welt der Spinnen"

Lebendschau

Zu einer außergewöhnlichen Sonderausstellung mit mehr als 30 lebenden Vogelspinnen-Arten und anderen Spinnentieren lädt das Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg vom 4. März bis 10. April ein. Nicht nur die aus Literatur und Film bekannte Riesenvogelspinne (Theraphosa leblondi), die mit bis zu 12 Zentimetern Körperlänge und einer Beinspannlänge von 30 Zentimetern zu den größten Vogelspinnen der Welt gehört, sondern auch die Schwarze Witwe (Latrodectus mactans) oder Pandinus imperator, der riesige afrikanische Skorpion sind zu sehen. In der Ausstellung erfährt der Besucher Interessantes zur Biologie, zum Verhalten und zu den Haltungsbedingungen der einzelnen Arten.

Faszinierende Welt der Spinnen

bis 23. Mai 2010

"Die Letzten ihrer Art: Der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling in Thüringen"

Über ein Projekt zum Erhalt der Artenvielfalt in der Altenburger Pleißeaue

Im Naturkundlichen Museum Mauritianum Altenburg ist die Sonderausstellung "Die Letzten ihrer Art: Der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling in Thüringen." zu erleben. Die Ausstellung informiert über das Naturschutz-Projekt des Naturkundemuseum Mauritianum und der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe in der Pleißeaue des Altenburger Landes. In der lokalen Presse ist schon mehrfach über das Großprojekt berichtet worden, in der Ausstellung wird seit September 2009 detailliert über die Hintergründe, die Zukunft und Ziele des landesweit beachteten Projektes informiert. Die in der Pleißeaue lebenden Tier- und Pflanzenarten, welche durch das Vorhaben gefördert werden sollen, nehmen breiten Raum ein. Es wird ein Einblick gegeben in die Lebensweise von Schmetterlingen der Wiesen, den Tierarten in der Pleiße, verschiedenen Amphibienarten, dem Weißstorch sowie dem Fischotter und was zu ihrem Schutz getan wird. Im Mittelpunkt stehen die Wiesenknopf-Ameisenbläulinge, äußerst seltene kleine Tagfalter, welche auf den Pleißewiesen zwischen Windischleuba und Remsa einen ihrer letzten Lebensräume in Thüringen besitzen. Die Tiere zeigen eine ungemein interessante Lebensweise und hängen existenziell vom Vorkommen ihrer Futterpflanze, des Großen Wiesenknopfes und verschiedenen Ameisenarten ab. Neben den Pleißewiesen Windischleuba werden die anderen Wirkungsräume des Projektes vorgestellt, die Gerstenbachaue und das Haselbacher Teichgebiet. Auch hier sind die Naturschützer aktiv, legen Laichgewässer für Amphibien an, öffnen verschwundene Wiesengräben und entwickeln Konzeptionen für nachhaltige Nutzungen der wertvollen Wiesen und Teiche. Wer sich also für Naturschutzarbeit im Altenburger Land interessiert, sollte die Ausstellung nicht verpassen. Eventuell ergibt sich daraus auch die eine oder andere Anregung für einen winterlichen Spaziergang durch die Haselbacher Teiche oder die anderen Naturparadiese der Altenburger Pleißeaue.

Kulturlandschaft Altenburger Land

bis 28. Februar 2010

"Kulturlandschaft Altenburger Land"

Eine Ausstellung zur Landnutzungsentwicklung der letzten 200 Jahre.

Im Rahmen des in der Ausstellung vorgestellten Forschungsprojektes, werden die Veränderungen der Landnutzung untersucht und visualisiert. Der betrachtete Zeitraum reicht dabei vom Zeitalter der Industrialisierung (zu Beginn des 19. Jahrhunderts) bis in unsere Gegenwart. Grundlage bildet der im Jahre 1813 vom damaligen Minister Hans Wilhelm Thümmel herausgegebene sog. "Thümmel-Atlas". Dieses detaillierte Kartenwerk umfasst das Gebiet des ehemaligen Ostkreises, also des gesamten Altenburger Landes. Im Vergleich mit aktuellen topographischen Karten können dann Flächennutzungsveränderungen dargestellt und interpretiert werden.
Die Ausstellung greift verschiedene Landnutzungskomplexe heraus und beleuchtet exemplarisch die Veränderungen der letzten zwei Jahrhunderte. Dabei wird bspw. der Themenkomplex Bergbau und damit die wohl gravierendsten Eingriffe in die Landschaft vorgestellt. Außerdem wird auf die Veränderungen der Wälder und Gewässer Bezug genommen, die Landwirtschaftsentwicklung vorgestellt und die Situation der Siedlungen beleuchtet.

Kulturlandschaft Altenburger Land